Aaha! So, geht also Hundespaziergang!

Veröffentlicht von Pedi am

Mit der Hundephilosophin unterwegs im Taunus

So ein erhellendes Erlebnis hatte ich schon lange nicht mehr. Ernsthaft. Eigentlich kann ich noch gar nicht richtig darüber berichten, weil ich noch so viel für mich einsortieren muss, aber meine gewonnenen Erkenntnisse sind wichtig für alle Hundemenschen, also, ran an die Tastatur.

Ja, die „Hundephilosophin“ – wer oder was ist das? Nun zuerst eine zugängliche junge Frau, Miriam Arndt-Gabriel, die Philosophie studiert hat und seit sieben Jahren selbstständige Hundetrainerin mit einem breiten Angebot ist. Schnell wird klar, dass diese „Hundetrainerin“ etwas Besonderes ist. Miriam ruht in sich und in der Situation. Ihr brillianter Verstand erfasst sofort wer ihr gegenüber steht und welches Thema den Hund bewegt. Durch eine entspannte Unterhaltung vermittelt sie ihr Wissen und führt den Ratsuchenden von einem Aha-Erlebnis zum nächsten.

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Sollen wir mal da lang? Neli hat da was interessantes gerochen….

Zuerst wollte ich die Hundephilosophin einfach mal persönlich treffen, da ich sie schon aus den Sozialen Medien „kenne“ und ihre Posts immer sehr schätze. Dann hatte ich das Thema „jagender Pudel“ auf der Seele. Diejenigen, die schon länger hier lesen, haben es bestimmt schon mitbekommen, das meine Locke eine seeehr interessierte Ornithologin ist. hust. hus.t

Wir treffen uns also auf dem Parkplatz an der „Roten Mühle“ bei Kelkheim im Taunus. Sofortige Sympathie. Mit den ersten Metern kommen die Fragen, wie ich es halte mit dem ableinen. Wie ich die Körpersprache einschätze. Wie ich zum Thema Jagen stehe…

Ich lerne dass wir das Jagen nicht aus unseren Hunden herausbekommen. Wir können es Ihnen nicht verleiden oder abgewöhnen. Auch können wir es schwer hinbekommen spannender als ein fliehendes Reh zu sein. Aber wir können MIT unseren Hunden zusammen schauen, wo genau das Eichhörnchen ist. Wir können untersuchen wo die Spur denn nun lang geht… Und so gemeinsam mit unseren Hunden auf Erkundung gehen.

Schon komisch, denn diese für mich neue Art mit den Hunden unterwegs zu sein, hat etwas zutiefst glücklich machendes an sich. Vielleicht werden unsere Urinstinkte aktiviert? Meine Hunde haben SOFORT gemerkt, dass sich etwas verändert hat: Frauchen interessiert sich für unsere Sache!? Wow!  – Effekt: mehr Blickkontakt! …mehr Aufmerksamkeit meiner Hunde für mich.

Wir spazieren weiter am Bach. Die Hunde haben sichtlich Freude, die sich auf mich überträgt. Dann zurück über die Wiese, wo es nun die Hunde geniessen miteinander zu toben und rennen.

Apropos rennen, also „hetzen“ – das scheint DAS Element der Jagd zu sein, das meiner Locke am besten gefällt. Miriam zeigt mir das „Hetzspiel“… he, he wir Menschen haben fliegende Leckerchen und käsegefüllte Futterdummies und somit etwas was die Hunde sehr schätzen!
Flieg Leckerchen, renn´ Locke!

Wir gehen zurück zur Mühle und gönnen uns ein kleines Mittagessen. Ehrlich gesagt hätte ich noch Stunden mit der Hundephilosophin unterwegs sein können. Miriam ist ein nicht versiegender Quell an detaillierter Hundekenntnis. Nicht nur das. Sie hat auch die Tricks im Ärmel, wie wir die Hunde führen können, so das sie hundegerecht leben können – auch in unserer Menschenwelt.

Miriam Arndt-Gabriel bietet die verschiedensten Angebote an. Unter anderem einen philosophischen Spaziergang. Wer irgendwie in der Nähe von Frankfurt ist, sollte sich diesen Spaß gönnen. Sie hilft aber auch sehr gerne bei den schwierigen Fällen, bzw. Fellen, z.B. bei aggressiven Hunden. Mir jedenfalls hat sie schnell und effektiv geholfen die jagdlichen Ambitionen meiner Beiden zu erkennen und zu lenken.
Jedenfalls bin ich nun ein Fan und werde es mir, so es irgendwie geht, die Zeit nehmen mal öfter in den Taunus zu fahren um die eine oder andere Veranstaltung von Miriam mitzumachen.
Und weil ich einfach nicht anders kann,
weil Miriam einer ist:
ernenne ich sie zum HundeNerd des Monats! 

2 Kommentare

Franziska · 27. Oktober 2017 um 9:47

Super Artikel, liebe Pedi! Die Hundephilosophin würde ich auch gern mal kennen lernen. Zusammen „jagen“ scheint bei meinen beiden auch sehr gut zu funktionieren. Man muss eben irgendwie die Natur des Hundes erkennen und auch anerkennen und schon ändert sich einiges im Zusammenleben. Ein echter Rudelchef werden, heißt auch, sich über Fundstücke wie „abgenagte Kaninchenköpfe“ zu freuen (würg).

Das bringt mich auf eine gute Idee für einen neuen Artikel… Vielen Dank für die Inspiration! 🙂

Liebe Grüße an euch,
Franziska & das Lieblingsrudel :*

    pedi · 27. Oktober 2017 um 9:51

    Franziska, Du hast immer so eine klasse Art zu schreiben! … ich bin gespannt auf deine Response!

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