Die holistische Anti-Zeckenstrategie

Veröffentlicht von Pedi am

Hundehalters liebstes Hass-Thema: Zecken!!! 

Herrlich kann man sich darüber aufregen! Gerade dieses Jahr – wir haben eine echte Zeckenplage – so einen hohen Zeckendruck hatten wir noch nie und die Biester werden immer gefährlicher und resistenter. Also gilt es eine gute Anti-Zeckenstrategie anzuwenden.

Die erste Zecke hatte Locke dieses Jahr, da lag noch Schnee. Normalerweise sind Zecken erst ab 5 Grad plus aktiv. Wir haben mit Zwergnase Zauberöl ins Futter gekonntert und dann war erst mal gut und ich dachte meine Hunde sind ´safe´. Als das Zauberöl aufgebraucht war, habe ich Kokosöl ins Fell gerieben bevor wir raus sind. Das ist ja eine bekannte Maßnahme. 

Zack! Wieder hier und und da eine festgebissene Zecke. Das ärgert mich fürchterlich, da ich es als mein Versagen ansehe, wenn meine Hunde nicht ausreichend gegen Zecken geschützt sind.

Nun sind beide Hunde ziemlich attraktiv für Zecken. Das ist wie bei den Menschen, manche werden von Mücken gestochen, andere nicht, so hatte unsere Hundefreundin aus unserem Dorf, die Amy (Old English Bulldog) dieses Jahr noch keine einzige Zecke! Erstaunlich.

Locke ist ein supersensibles Pudelchen und kriegt schon Jucken, wenn man sie mal schräg ansieht. Sie reagiert empfindlich auf viele Lebensmittel und so ist das immer eine knifflige Angelegenheit, ihren Organismus gesund und stabil zu halten. Neli, unsere Seniorin, hat Leishmaniose aus Spanien mitgebracht und obwohl wir das meist gut im Griff haben, hat sie auch Phasen, wo es ihr nicht so gut geht. Dazu kommen Herzrhytmusstörungen und die diversen Zipperlein des Alters.

Also, keine guten Vorraussetzungen um mit Bravecto und anderen brutalen (chemischen) Mitteln an die Zeckenbekämpfung heran zu gehen!

Über die Jahre haben wir viele Mittel und Maßnahmen ausprobiert. Wir wohnen wirklich in der Pampa, die Hunde streifen gerne durch´s hohe Gras und so haben wir diverse Strategien entwickelt um gegen die Biester gewappnet zu sein.

Hier unsere Strategie:

1. Das Immunsystem stärken

Ist der Hund wirklich gesund? Sind die Zähne in Ordnung? Wir arbeiten gerne mit einer Tierheilpraktikerin zusammen, die mittels Bioresonanz die jeweiligen Schwachstellen unserer Hunde behandelt. 

2. Das GuteVibes Anti-Zeckenkettchen immer an (ausser im tiefsten Winter)

Die EM-Pipes und die Zirbenholzperlen stärken den Organismus durch die positive Schwingung der Mikroorganismen und des ätherischen Öls in den Perlen. Das Hautmilleu des Hundes wird gestärkt und daher unattraktiv für die Spinnentiere. Meine Hunde tragen das Halsband auch nachts damit es seine volle Wirkung entfalten kann.

3. Vor dem Spaziergang einreiben

Bevor wir das Haus verlassen werden die Hunde mit Kokosöl eingerieben. Besonders die Beine, der Bauch und der Hals sind die Stellen wo die Zecken gerne andocken. Das Kokosöl riecht für die Zecken nicht attraktiv. Die Hunde finden es auch nicht so toll, aber doch etwas besser als Neemöl, Lavendelöl und Co. (Lavendelöl ist übrigens sehr attraktiv für Bienen, also aufgepasst damit! …ich habe es schon erlebt, dass die Bienen hinter meinem Pudel her waren. Keine gute Erfahrung.) Schwarzkümmelöl ist eine Alternative. 

4. Futterzusätze

Wir wechseln die Wirkstoffe ab, die die Hunde ins Futter bekommen. Wie bei allem macht die Dosis das Gift. Daher gibt es die Zusätze auch erst ab einer Aussentemperatur von +5 Grad Celsius. Das ist die Temperatur ab der die Zecken wieder aktiv werden. 

Zistrosentee, Knoblauchpulver, Zauberöl von Zwergnase, Bierhefe und Kieselgur sind die Mittel der Wahl. Hier ist es ratsam, bei empfindlichen Hunden, darauf zu achten, was diese gut vertragen, bzw. mögen und was nicht. Das sensible Pudelchen reagiert mit Juckreiz auf das Zistrosenkraut und mag nach einer Weile das Knoblauchpulver nicht mehr. Daher ist es immer gut, ein paar Mittel zur Wahl zu haben und diese im Wechsel zum Futter dazu zu mischen.

5. Hund duschen

Normalerweise bin ich überhaupt kein Freund davon, den Hund zu baden. Bürsten und Striegeln sind bestens geeignet um den Hund zu pflegen. Beim Baden geht das sorgsam aufgebaute Hautmilleu durch zu scharfe Pflegemittel kaputt. Daher vermeide ich dieses menschliche Pflegeritual meinen Hunden anzutun. Am Frühjahrsanfang jedoch, wenn Neli, unsere Galgo-Mix Seniorin, in den Fellwechsel kommt, dusche ich sie mit  dem Anti-Parasiten Shampoo von bogacare. Dieses Shampoo ist wirklich sehr mild und riecht fast nicht. Sehr angenehm für die Hunde. Das Fell wird weich und glänzend. 

6. das esoterische Wundermittel

Angeblich werden durch die Anwendung die Ausdünstungen verändert, so dass Insekten aller Art abgehalten werden. Die „Moorfee Essenz“ von Lage & Roy geht in die Richtung Bachblüten. Interessant ist, dass die Hunde voll drauf abfahren: wenn ich mir ein paar Tropfen davon auf die Handfläche mache, lecken die Hunde es sofort mit Genuss auf und wollen sogar mehr davon! Die Hunde wissen ja irgendwie intuitiv was gut für sie ist… fragt mich nicht warum es funktioniert, aber das tut es.

7. spezielle individuelle Globuli

Sollten alle oben genannten Punkte noch nicht reichen um den Hund absolut, über einen längeren Zeitraum, Zeckenfrei zu bekommen ist hier noch der Geheimtipp: unsere Tierheilpraktikerin hat, mittels Bioresonanz, für jeden Hund eigene Globuli hergestellt. Dies erforderte dass von jedem Hund 2-3 Zecken separat gesammelt werden mussten, da die Zecken wohl unterschiedliche Geschmäcker haben und anscheinend wählerisch sind, was ihr „Typ Hund“ ist. Die Informationen der jeweiligen Zecken werden auf die Globuli transferiert, die dann den Hund dadurch schützen, dass er quasi „unsichtbar“ für die Zecken wird. Ein recht aufwendiges Mittel, das zudem noch 3x am Tag gegeben werden muss. Aber, auch ein möglicher Baustein in der natürlichen Zeckenvermeidungsstrategie.

Falls sich doch eine Zecke festbeisst, nehmen wir den O´Tom Zeckenhaken und drehen die Zecke vorsichtig heraus. Die Stelle wird dann mit einem gängigen Desinfektionsmittel etwas einmassiert. 

Das sind unsere Tipps&Tricks zu Thema Zecken. Es gilt, die Zusammenstellung der Methoden zu finden, die zu Euch und eurem Hund passt. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr über Eure Erfahrungen berichten würdet und natürlich auch über Eure Hinweise und Herangehensweisen zur chemiefreien Zeckenbekämpfung. 

…und denkt dran: never underestimate your enemy! (von The Art of War, Sun Tzu)

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6 Kommentare

Rosi · 17. Mai 2018 um 13:16

und warum nimmst Du nicht weiter das Zwergnase Zauberöl? wenn es doch funktioniert hat?
Ich würde ja auch gerne dieses Öl testen, aber mir ist es zu gewagt, ich möchte mich auch nicht auf Bernsteine, EM-Halsbänder etc. verlassen. Ich selber hatte schon eine Borreliose und möchte meinem Hund nichts ähnliches zumuten. Außerdem habe ich immer das Talent, den Zecken die Köpfe abzureißen. Nein, ich gehe lieber sicher und nehme ein chemisches Mittel, das repellent wirkt. Momentan Advantix, das scheint zu funktionieren, keine Empfindlichkeiten beim Hund, jedenfalls bis jetzt. Ein Serestohalsband hatte ich letztes Jahr ausprobiert, aber da bekam mein Hund nach ca. einem Monat eine Verhaltensänderung, er war plötzlich nervös, unsicher, verängstigt, Halsband ab und zum Glück war es nach ein paar Stunden wieder gut, das Halsband landete im Müll. Die Kautabletten Bravecto will ich nicht, da docken die Zecken trotzdem an, fallen aber nach einer Zeit vergiftet ab, die sitzen aber für so manche Krankheit lange genug am Hund. Außerdem ist es nicht langzeitgetestet und inzwischen in einigen Ländern verboten, das will ich dann auch nicht.
Es gibt meiner Meinung nach keine gesunden Mittelchen, die funktionieren. OK, Zedan hilft so ca. 6 Stunden, aber für Hunde ist der Gestank fürchterlich unangenehm.
Mein Kompromiss ist, wenn ich meinem Hund das alles schon antue(natürlich um Schlimmeres zu vermeiden), mache ich zweimal im Jahr eine Entgiftungs- und Ausleitungskur, das ist was gegen ein schlechtes Gewissen und hilft gegen alles mögliche, was man seinem Hund so antut: Zeckenmittel, Abgase, Impfungen, Ackergifte etc., man kann das mit Löwenzahn, Algen, Bioresonanz, Kräutern von Pernaturam etc. machen.
LG

    Pedi · 25. Mai 2018 um 10:20

    Liebe Rosi, unser Zauberöl war leer und ich dachte der Zeckendruck ist nicht so hoch. Das dachte ich, weil etwa 4 Wochen nach kontinuierlicher Einnahme der Schutz weiterhin besteht. Mit dem einsetzenden Frühling hat sich der Zeckendruck aber dermaßen erhöht, dass wir noch ein paar mehr Maßnahmen einführen mussten, um der Lage Herr zu werden. Also, GuteVibes Zeckenkettchen, Zauberöl, Kokosöl ins Fell vor jedem Spaziergang und dann noch die Globuli von unserer Heilpraktikerin. Jetzt haben wir in der Woche ungefähr eine Zecke pro Hund. Dafür dass ich so ein Biest gestern in meiner Unterhose gefunden habe, und mir sogar eine über den Schreibtisch lief, finde ich das ganz okay. Meine Moorfee ist leider leer, die wird neu bestellt und kommt dann noch dazu.
    Wenn du Schwierigkeiten beim Ziehen der Zecken hast, kann ich dir wirklich diesen O´Tom Zeckenhaken empfehlen! Zecke einhaken, bisschen drehen und sanft ziehen. Ist mit dem Ding wirklich ganz einfach. Hoffe das hilft dir?

Heidi Schmitt · 23. Mai 2018 um 15:25

Danke für den informativen Beitrag! Panini hat fast nie Zecken, aber ich denke immer, es ist gut, was zu haben, wenn man mal in eine extrem verseuchte Gegend kommt. Die Moorfee könnte ich für mich brauchen, ich werde sehr oft gestochen und reagiere extrem. Gibt es denn da auch irgendwo Tipps zur Anwendung?

    Pedi · 25. Mai 2018 um 10:13

    Liebe Heidi, sehr gerne! Die Moorfee habe ich von meiner Heilpraktikerin bekommen. Für die menschliche Anwendung kann ich leider nichts sagen, da ich das Glück habe, so gut wie nie, von irgendwas gestochen zu werden. Für die Hunde soll man ein bis zwei Tropfen auf´s Futter, oder auf die Zunge geben. Meine Hunde finden das Zeug so super, sie lecken es mir aus der Handfläche. Die finden die Moorfee super! : )) Schreib´ doch eine Email an die Lage & Roy…

Anita · 14. Juni 2018 um 19:24

Also das ist doch alles Hokuspokus. Spot on und drei Monate ist Ruhe. Keine einzige Zecke, weder auf dem Schreibtisch noch in der Unterhose und schon gar nicht auf dem Hund. Zwei mal jährlich Bluttest beim Tierarzt. Alles super.

    Pedi · 5. Juli 2018 um 10:53

    Liebe Anita, manche Hunde vertragen keine Spot-ons aus gesundheitlichen Gründen. Da ist es dann sinnvoller auf natürliche Maßnahmen der Zeckenabwehr zurück zu greifen. Ausserdem sind wir HundeNerds so ökologisch wie möglich unterwegs und bei den gängigen Spot-ons vom Tierarzt steht sogar explizit geschrieben, dass Gewässer durch das Einbringen der Chemikalien durch den Hund leiden können. …daher, lieber sanft – so ist unser Stil. : ))

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