Hundeschwimmwesten im… na ja.. Test…. fast…

Veröffentlicht von Pedi am

Erste Erfahrungen mit unseren Hundeschwimmwesten / Teil 1

Neli (hier noch mit HundeNerd-Geschirr-Prototyp) und Locke sind echte Bootshunde – eigentlich sind sie so wie die alten haudegen Seebären – ganz cool an Bord, aber schwimmen können sie  ((noch…))  nicht.

Wir wohnen im Mittelrheintal, ein paar hundert Meter vom Rhein entfernt und unsere besten Freunde haben ein Schlauchboot. Im Sommer sind wir gerne Gast an Bord und die Hunde sind natürlich immer mit dabei.
Diesen Winter wurde das Boot „überholt“, also quasi renoviert und hat dabei eine tolle, gepolsterte Liegefläche bekommen. Daher sind die Hunde jetzt nicht mehr „unten“ drin, mit dem Resultat, dass sie, theoretisch, leichter rausfallen können. Und da die Zwei, bis dato, Nichtschwimmer sind, war die Zeit reif für Schwimmwesten.

Neli geht zwar gerne ins Wasser, aber nur bis zum Bauch! Sie legt sich genüsslich an den Strand und freut sich über die Abkühlung, aber schwimmen!? … mais, non!!! Und der Wasserhund, Pudel Locke?…der totale Schwimmschisser!

Ich war sogar über den Winter im Physiotherapie-Pool, mit dem Gedanken, dass die Beiden dort schwimmen lernen sollten. Allerdings hat diese Erfahrung irgendwie gar nicht geklappt, da ich den Fehler gemacht habe, die dort vorhandenen Schwimmwesten ´einfach so anzuziehen´. Dies hatte zur Folge, dass beide Mausies echte Panik vor diesen komischen Dingern bekommen haben.

Aber die neue Bade-Saison und Boots-Ausflüge standen an und so hies es: Schwimmwesten-Test und somit Schwimmwesten-Training ist angesagt. Wat mutt, dat mutt. Schliesslich hat der Rhein eine extrem starke Strömung und ist kein zu unterschätzendes Revier.

Also haben wir das Ganze noch mal von vorne angefangen. Unser Hundeshop hat uns zum einen die Ruffwear Float Coat in Flame Orange, Größe M für Neli und für Locke die Hurtta Life Savior Schwimmweste kiwi 10 – 20 kg, zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle, natürlich ein großes, dickes Dankeschön, mit dem Hinweis auf Affiliate Marketing.

Beim Auspacken der Schwimmwesten habe ich ein großes Thema daraus gemacht und die Hunde waren entsprechend neugierig. Aber sofort haben die Beiden gepeilt, dass da irgendwas läuft und an anprobieren war nicht zu denken. Also, habe ich die Westen einfach mal in ihr Hundiversum „eingeschlichen“, um klar zu stellen, dass von diesen Dingern keine Gefahr ausgeht. Oben seht ihr die Ruffwear-Weste im Körbchen „versteckt“.

Es folgten verschiedene Trainingseinheiten, wobei ich Leckerli in und um die Schwimmwesten gepackt habe, die die Hunde sich erarbeiten mussten.

Nach ein paar Schnüffelabenteuern rund um die Westen, wurde auch meinen zwei Hasenpfoten klar, dass so eine Weste an und für sich nichts gefährliches ist.

Für Neli hatte ich die Ruffwear Float Coat Weste gewählt, da sie gute 25 kg wiegt und eigentlich von kräftiger Statur ist. Die Weste passt ihr gut und es gibt keine Stelle die irgendwie scheuert oder kneift. Ist klar, dass ich als HundeNerd auf sowas extrem achte.

Locke hat die etwas leichtere Variante von Hurtta bekommen, denn sie wiegt 18 kg und ist insgesamt ein zierliches Wesen. Für Locke wäre mir persönlich, die Ruffwear-Weste zu starr und hart und ich glaube sie würde sich darin etwas eingeklemmt fühlen. Die Hurtta-Weste jedoch ist ingesamt etwas weicher und geschmeidiger konstruiert und somit ideal für den Pudel.

Die Ruffwear Float Coat ist gut einzustellen und hat viele durchdachte Details. Man kann den Hund sogar tatsächlich am Griff hochheben – natürlich nicht durch die Gegend tragen – aber um den Hund an oder von Bord zu heben, perfekt! Der Bauchgurt ist sehr breit und weich gepolstert, so dass den Organen nichts passieren kann. Insgesamt ist die Weste perfekt und hochwertig verarbeitet und sieht so aus, als ob man viele Jahre damit Freude hat. Ein tolles Ding!

Aber auch die Hurtta-Weste sieht absolut solide und sehr gut gemacht aus. Das Einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist die Verschluss-Lösung am Hals. Da Locke an der Obergrenze der Gewichtsspanne ist, ist die Einstellung natürlich entsprechend groß. Dadurch hat das Klettband nicht genug Auflagefläche und geht auf.

Ich werde sehen, wie sich die Weste weiterhin verhält, und werde dann wahrscheinlich, mit ein paar Stichen, das Gurtband über dem Klettverschluss festnähen, damit das Polster, wie oben zu sehen, nicht so komisch absteht.

Super ist auch, dass beide Westen einen ordentlichen Anleinring haben.

Auch an Bord können sich die Hunde, mit angezogenen Westen, gut bewegen und fühlen sich nicht dadurch gehindert. Obwohl es ein recht warmer Tag war, erhitzten die Hunde nicht zu sehr unter den Westen. Natürlich stellen diese Westen eine gute Isolierung dar und man sollte die Temperatur der Hunde (wenn sie denn nicht schwimmen…) im Auge behalten.

Wie man sehen kann, haben beide Fellnasen die Westen gut angenommen und jede fühlt sich auf ihre Art und Weise damit wohl. Neli döst und genießt die Nähe zum Menschen, Locke, unsere Ornithologin freut sich über die Artenvielfalt der Wasservögel am Mittelrhein…ähem…

Und somit haben wir den Saisonstart mit den Schwimmwesten gut hingekriegt. Wenn ich den Hunden jetzt auch noch beibringen kann, dass schwimmen Spaß macht, sollte uns ein toller Sommer bevor stehen!

 


2 Kommentare

Lisa · 6. Juni 2017 um 15:29

Toller Beitrag, ich glaube ich brauche so Westen auch, Argus ist mir nämlich schon mal untergegangen…

Sebastian · 23. Februar 2018 um 8:38

Welche der beiden Schwimmwesten würdet ihr für einen Hund mit langem Fell empfehlen? Wir haben zwei Eurasier und sind kurz davor die Schwimmweste von Ruffwear zu bestellen.

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