Wir halten uns auf dem Laufenden…

Veröffentlicht von Pedi am

Fit werden und bleiben, aber wie? Hund auslasten? Mal was Neues machen? Eine Herausforderung annehmen? Den Jagdtrieb meiner Pudeline in den Griff kriegen?

Alle diese Themen waberten irgendwie in meinem Kopf herum, als ich im letzen Jahr eine Anfrage „zum anfeuern“ von Franziska Ullman bei Facebook sah. Franziska wollte beim Tough Hunter auf Schloss Ahrenfels mitmachen und wünschte sich ein bisschen Zusprache aus der Netzcommunity, da sie, aus Norddeutschland stammend, keine Bekannten vor Ort hatte.

Also haben wir uns aufgemacht und uns das Ganze mal angesehen. Sofort waren wir angefixt als wir gesehen haben, wie glücklich Mensch und Hund im Ziel eingetroffen sind. Alle Teilnehmer waren dreckig wie sau, aber jeden schmückte ein Lächeln von Ohr zu Ohr. Auf der Fläche vor dem Schloss war der Start- und Zielbereich gefüllt mit Zuschauern, Supportern, Buden und lustiger, entspannter Stimmung. Locke und ich haben die Finisher-Teams ziemlich neidisch betrachtet.

Das Thema Fitness  sowie Locke´s Jagdtrieb brachte mich dazu über Canicross (so heisst das Rennen mit Hund) zu lesen. Mit einem Anflug von Mut habe ich uns dann einfach mal angemeldet, obwohl wir noch keine Ahnung hatten, keine Ausrüstung und auch keine einzige Person (ausser Franziska) kannten, die Canicross als Sport betrieben. Schluck. Räusper. 

Über die Sozialen Medien fand ich ein Team das mich aufnehmen wollte – die „Schlammrunners“ – unser erstes Treffen sollte am Tag des Events sein. Das Thema „Team“ war erstmal parat. Also fingen Locke und ich an, ein bisschen durch die Gegend zu rennen. Die Leine habe ich an einer alten Bauchtasche befestigt und wir liefen einfach los. Die eigene Beschleunigigung durch den Zug des Hundes fand ich wahnsinnig motivierend. Auch der Fellnase schien es zu gefallen, zumal Locke sowieso ein „Ziehhund“ ist. Der Pudel hat sich einfach gefreut, rennen zu dürfen und ich war happy etwas für meine Fitness zu tun.

Was mir nicht klar war, war wie wir die verschiedenen Aufgaben lösen würden, oder wie es mit den Hunden der anderen 7 Teammitglieder laufen würde. Es war tiefer Winter und die Motivation lies nach, obwohl wir inzwischen mit richtigem Zuggeschirr, Ruckdämpferleine und Gurt ausgestattet waren. Im Netz war ich mittlerweile in diversen Canicross-Gruppen angemeldet und so fand ich eines Tages eine Anfrage nach Teammitgliedern aus Wiesbaden! Also rein ins Auto und ab nach Wiesbaden…

Was ein Glücksfall – es war sofortige Sympathie, bei Mensch und Hund! So trafen wir Linda mit Sia, Isabell mit Mogli und Jessica mit Tayri und sind einfach spazieren gegangen, haben die Hunde im Garten toben lassen und uns alle gegenseitig „beschnuppert“. Wir waren uns schnell einig, dass wir ein Team sind und zusammen starten werden. Über WhatsApp haben wir uns ausgetauscht und auch besser kennengelernt. (Vielen Dank an dieser Stelle an die „Schlammrunners“ – die mich einfach so aufgenommen hatten und auch wieder ohne Stress gehen liessen!)

Bald darauf trafen wir uns zum ersten Run – es waren irgendwie -16 Grad; im Radio hörte ich, dass Fussballvereine das Training ob der eisigen Temperaturen abgesagt hatten. Aber ganz „tough“ haben wir uns getroffen und sind gutgelaunt ein paar Kilometer gerannt. Die Vorwärtsenergie der Meute wirkt ungeheuer motivierend auf die Hunde und diese wirkt wiederrum auf die Menschen. Mit der Gruppe zu rennen war tausendmal einfacher als alleine eine Joggingrunde zu drehen.

Nach und nach entwickelte sich irgendwie ein richtiges Teamgefühl. Wir trafen uns und arbeiteten an den Aufgaben. Julia mit Charlie kam zum Team und damit viel Sachverstand, da Julia bereits einige Male als Helferin bei den Tough Hunter Events dabei war. Wir stellten fest, wie schlau und toll unsere Hunde doch sind und was sie alles können. Wir texteten hin und her und fanden unseren Namen – „die Jägermeisterinnen“ – yeah!

Mittlerweile ist es gefühlter Sommer (metereologisch natürlich noch nicht) und nun kämpfen wir, bzw. unsere Hunde mit der Hitze. Beim letzten Meeting ist der ganze Trupp aus Wiesebaden zu uns ins Mittelrheintal gekommen. Auf unserer Wiese haben wir Impulskontrolle mit einer selbstgebauten „Hasenzugmaschine“ (Flexileine… lol) und andere Aufgaben geübt. Ein Hundephysiotherapeutin hat uns sogar ein paar Warm-up Übungen für unsere Caniden gezeigt – schliesslich steht das Wohl unserer Hunde an erster Stelle. Die Team-Shirts sind in Arbeit, die bekommen wir von Hundeshop.de gesponsert (Vielen, vielen Dank an Heidi und Frank – wir machen Euch stolz!) und das Datum für unsere „Generalprobe“ steht fest. Jetzt gilt es, die 7 km zu schaffen, die „frei verloren Suche“ mit Locke zu üben und am Sonntag, den 27. Mai parat zu sein, um zu zeigen wie tough wir sind!

Wer kommt uns anfeuern?


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