Wo ist der Reset-Knopf!?

Veröffentlicht von Pedi am

Immer mal wieder kommt man in seinem Leben an Punkte, wo es gilt, die eigene Situation komplett neu zu überdenken und sich zu verändern. Das ein solch starker Impuls ausgerechnet aus einer Hundezeitschrift zu mir kam, hatte ich allerdings nicht erwartet.

Ab und an kaufe ich mir mal eine Hundezeitschrift im Supermarkt, diesmal die „Partner Hund“. In der Juli Ausgabe wurde das Buch „DOG MANAGEMENT“ von Ulv Philipper besprochen – mit dem Untertitel „Das Geheimnis einer souveränen Hundeführung“. Der Gedanke an den heftigen Jagdtrieb meines Pudelchens, die z.B. in der Fussgängerzone den Tauben hinterher „schreit“ oder völlig unansprechbar den Enten am Rheinufer hinterher geiert, lies mich die Ohren spitzen. Etwas mehr Souveränität würde uns, bzw. mir, gut stehen, im Umgang mit meinem crazy Pudel.

„Oha“ dachte ich, der Herr Philipper setzt die Bedürfnisse von Mensch und Hund auf die gleiche Ebene. Haben wir doch in sämtlichen Hundebüchern und Hundeschulen gelernt, der Hund sei nicht zu vermenschlichen. Hatten wir uns nicht gerade in der Hundeszene darauf geeinigt, dass der Hund ´artgerecht´ also dem Wesen des Hundes entsprechend geführt werden soll? Und jetzt sollen wir den Hund auf einmal genau so sehen wie einen Menschen?
Auf diese Grundsatzfrage wird in dem Artikel etwas eingegangen, in seinem Buch etwas erweitert. So ist das Buch DOG MANAGEMENT kein Hundebuch, sondern ein Grundsatzkompendium für „Führende“. Nicht umsonst hat dieses Buch in der Business-Szene Wellen geschlagen, denn es geht darum, zu erkennen wie wir Säugetiere ticken.

Der Dreh- und Angelpunkt ist das Thema Freiheit – welches mir nah am Herzen liegt, fordere ich diese doch komplett für mich ein. Der Drang nach Freiheit ist der Grund warum ich selbstständig bin und so lebe wie ich lebe. Nun soll ich meinen Hunden diese Freiheit auch zugestehen? Gefühlsmässig sagt meine innere Stimme „ja, genau! Dieses Herumkommandieren fand´ ich sowieso irgendwie immer doof“, der Verstand jedoch sagt: „wie soll das gehen, dass die Hunde ihr Ding machen in unserer Menschenwelt.“.

Bei der weiteren Recherche im Netz sind mir zwei bemerkenswerte Videos (s.o. und Link) mehrfach unter gekommen. Der Hund jagt einem Hasen hinterher. Es kommt ein Pfiff. Der Hund setzt sich hin. Es kommt ein weiterer Pfiff, der Hund dreht auf der Hacke um und kommt zum Mensch angerast. Wow. Moment, wir haben doch alle immer vorgebetet bekommen, dass ein Hund der jagt, nicht ansprechbar ist!? Wie geht das?
Ein weiteres Philipper-Video zeigt einen Galgo, der etwas gelangweilt durch ein Feld mit Kaninchen schlendert. Äh, was? Steht der Galgo unter Drogen? Wenn die gezeigten Hunde tatsächlich so unglaublich gut und zuverlässig hören, könnte das tatsächlich möglich sein, den Hunden mehr Freiheit zu gestehen.

In seinem Buch analysiert Philipper die Themen Freiheit, Gehorsam, die Art und Weise wie Entscheidungen getroffen werden, wie wir in Gruppen funktionieren, was uns antreibt, wie unser Unterbewusstsein funktioniert, wie Veränderung statt finden kann, wie wir zu einer neuen Sicht unserem Gegenüber – ob Mensch oder Hund (!) kommen können und last, but not least, wie wir denn authentisch die Führung übernehmen können. Alle Themen werden gut erklärt, aber in mir stellte sich die Frage, wie ich das alles denn auf das Zusammenleben mit meinen Hunden anwenden könne.

Also, nächster Schritt, auf nach Pulheim in die Schlabberbar (schicke Hundeboutique), wo Ulv Philipper sein Konzept dargestellt hat. Das erste Hundeseminar an welchem ich ohne Hund teilnahm – zuerst fand ich das recht komisch, aber da, wie ich gelernt habe, wir ausschliesslich unser eigenes, menschliches Handeln ändern müssen – logisch. Dieser Schlüsselpunkt macht das „Ulv-Philipper-Konzept“ zugleich super einfach, aber auch unglaublich schwierig. Jeder der schon mal versucht hat, alte Gewohnheiten aufzugeben, kann das verstehen.

Mit jedem wohlformulierten Satz des bärtigen Weisen komme ich dem neuen Verständnis vom Dog-Management etwas näher. Wir werden aufgeklärt, dass Jagen nur statt findet, wenn der Hund Hunger hat. Das was wir gemeinhin als Jagdtrieb bezeichnen ist in Wahrheit ein Ausbrechen, das statt findet, weil der Hund zu sehr begrenzt ist.
Das macht durchaus Sinn, wenn wir wirklich aufmerksam betrachten, wie wir mit dem Hund umgehen. Kommandos tagein, tagaus. Komm hierher, sitz, platz, mach dies, mach das. Wenn ich so mit mir selber reden würde, wie mit meinem Hund, wäre ich auch total genervt und würde versuchen abzuhauen, auszubrechen. Denn mal ehrlich, wer ist schon gerne gehorsam?

Wir tauchen also tiefer ein in das Thema Begrenzung. Was passiert, wenn wir begrenzen? Wir beschneiden den anderen in seiner Wahl, fordern auf ohne Alternative. Kommandieren. Damit ein Kommando funktioniert, braucht es eine Durchsetzung. Diese Durchsetzung, in seiner mildesten Form bekannt als Leinenruck ist aber in der Hundeszene zu Recht verpönt. Positive Bestärkung ist angesagt. Belohnung für die erfolgreiche Durchführung einer geforderten Aktion. Belohnung allerdings tötet die Bereitschaft.

Besser verstehen können wir diese Wirkmechanismen, wenn wir ein menschliches Beispiel betrachten. Nehmen wir an unser Chef hat gehört, dass positive Bestärkung gut funktioniert. Wir kommen zu spät zur Arbeit, werden aber dennoch gelobt, dass wir da sind. Wow, denken wir, prima. Am nächsten Tag kommen wir noch später, aber unser Chef freut sich trotzdem. … Irgendwann ist es dann so, dass der Chef ein Freudentanz aufführt, wenn wir noch vor der Mittagspause auf der Arbeit erschienen sind.
Nichts für ungut, für die positiv arbeitenden Hundetrainer, aber bei der Leckerchen-Batterie die ich mitführen sollte um meinen jagenden Hund zu belohnen, wenn er dann mal zurück kam, hatte sich etwas in mir dagegen gesperrt. Bisher dachte ich immer: „wieso soll ich mich so zum Affen machen, wenn sich mein Hund bequemt mir zu folgen“? Auch wenn ich „Jackpot 1“ und „Mega-Jackpot“ Leckerchen dabei hatte, hat der Rückruf nicht zuverlässig funktioniert.


Das Ansinnen von Ulv Philipper ist, uns mit der benötigten Führungskompetenz auszustatten, damit wir den Hund ZUVERLÄSSIG durch den Alltag führen können. Ein 100%iger Rückruf erweitert natürlich den zugestandenen Freiheitsraum.

Wie also geht das? Wie funktioniert dieser Wahnsinnspfiff? …über das Unterbewusstsein. Wenn eine Handlung bei einem Signal mehrfach geprüft wurde und für effizient, also für gut befunden wurde, wird diese nicht mehr angezweifelt. Wie jetzt?
Ich hatte auch meine Schwierigkeiten diese erste Übung zu verstehen und habe per Email nachgefragt. Daraufhin bekam ich einen Telefontermin, wo Herr Philipper mir das Ganze nochmal erklärt hat. Bemerkung am Rande: dieser Mensch meint es Ernst, er will helfen und unterstützen; ein Idealist. Chapeau.
Jedenfalls wurden meine Zweifel an dieser Übung, die sie nicht ist, sondern eine Darstellung meiner Zuverlässigkeit, durch das sehr nette Telefonat ad Acta gelegt. Meine Vorstellung war, dass wir den Hund über sein Unterbewusstsein manipulieren, so in etwa wie Jason Bourne… Die Argumentation, dass wir dem Hund die Wahl lassen nach unserer Vorgabe zu handeln und auch das der 100% Rückruf FÜR die Freiheit des Hundes etabliert wird, zerstreuten meine Zweifel.

Also „stelle ich nun meine 100% Zuverlässigkeit dar, in dem ich die bestimmte Handlung zeige – nämlich einfach lange stehen bleibe – wenn ich einen langen Pfiff auf der Hundepfeife abgebe“. Der Hund, effizientes Wesen das er ist, wird sich entscheiden, dass es schlau ist, sich bei längeren Pausen, bzw. langes stehen, hinzusetzen. Irgendwann geht diese Handlung des Hundes in sein Unterbewusstsein über und dann bedeutet der Lange Pfiff, gleich setzen. Der erste Schritt im kompletten Philipper-Rückruf-System.

​Das ist also der Status Quo. Ich stehe ganz am Anfang, meine Hundeführungskompetenz neu zu erlernen. Ich bin gespannt auf die Entwicklungen die vor mir liegen. Ich will mehr Freiheit und Zuverlässigkeit für meine Hunde. Ich bin bereit sie als „bedürfnisgleich“ zu betrachten. Seit etwas mehr als einer Woche betrachte ich mich selbst und meinen Blick auf meine Hunde. … und ändere meine Sprache ihnen gegenüber. Ich verkindliche sie nicht mehr, ich spreche mit Ihnen wie mit anderen Menschen und überlege bei jeder Ansprache, wie ich ihnen eine Wahl in ihren Handlungen geben kann. In etwa so: „Hunde, ich gehe jetzt rein, wollt ihr mit?“ – ich gehe vom Garten ins Haus und lasse die Tür auf, so dass sie kommen können wie sie wollen. Erstaunlicherweise sind sie schneller im Haus, als wenn ich wie früher, gerufen habe „Hunde, kommt rein, zack, zack“.
Unsere besten (Menschen-)Freunde, die unsere Hunde so gut kennen wie uns, haben sogar schon bemerkt, dass die Hunde sich viel entspannter geben als sonst. Ich denke ich bin auf dem richtigen Weg und werde berichten, wie es weiter geht.

76 Kommentare

Zissi und Rosa · 2. August 2017 um 13:34

Danke für den lange ersehnten Bericht. Meine 1000 Fragen dazu hast du schon im Postfach! 😀

Franziska · 3. August 2017 um 13:39

Toller Artikel! Ulv Philipper hat auch meine Denkweise arg beeinflusst. Ich arbeite allerdings immer noch an mir, was das Thema Freiheit angeht. Meine beiden nutzen das doch manchmal noch aus. An dem Workshop von ihm wollte ich auch unbedingt mal teilnehmen. Leider fehlte bislang die Zeit, aber nach deinem Artikel werden ich das mal auf meine Bucket List setzen! 😉

Liebe Grüße vom Lieblingsrudel

Mario Anastasini · 3. August 2017 um 20:48

Ein absolut klasse Artikel, der ein neues Konzept treffend beschreibt. Ich habe mich und meinen ersten einst „jagenden“ Hund schon länger danach „umerzogen“ und sind am Ziel angekommen. Wir beide profitieren davon, denn nun leben wir in einer Gemeinschaft, wo jeder seine Freiheit hat und wir uns gegenseitig voll Vertrauen können.
Konnte zwei Ergebnisse vom Ulv Philipper-Konzept filmisch festhalten: https://youtu.be/E_DZTREVYgM

Derzeit bin ich mit meinem Zweithund, eine Straßenhündin aus Rumänien, auf dem Weg an das angedachte Ziel.

Lieben Gruß aus Hachenburg im Westerwald

Inga · 7. August 2017 um 7:53

Ohh wie süüß sind die denn.

Heiko · 19. Oktober 2017 um 12:58

Ich bin zufällig auf diesen Artikel hier gestoßen. Also es ist wirklich erstaunlich, dass Herr Philipper noch immer erfolgreich ist mit seinen Erziehungsmethoden. Ich selber war vor mehreren Jahren mit unserem damaligen Schafspudelwelpen in der Hundeschule Philipper. Die Meinung, dass Herr Philipper „es Ernst meint, er will helfen und unterstützen; ein Idealist. Chapeau“ kann ich absolut nicht teilen!! Herr Philipper mag Geld und Macht! Eine Stunde Welpentraining kostete damals schon 60€ und das mit dem Resultat, dass wir unseren Hund letztendlich einschläfern lassen mussten, weil er durch das aggressive und sehr unprofessionelle Training der Hundeschule Philipper bissig wurde!!

Ich kann nur allen Hundebesitzern raten eine seriöse Hundeschule zu besuchen und sich einmal die Frage zu stellen, warum nicht schon längst alle Hundeschulen und Hundebesitzer dieser Welt die Methoden von Herrn Philipper übernommen haben, wenn diese doch so einfach umsetzbar und zu 100% wirksam sind!!

    Franziska · 20. Oktober 2017 um 8:26

    Also, inwiefern man eine Hundeschule dafür verantwortlich machen kann, dass der eigene Hund aggressiv wird und dann getötet werden muss, das ist mir nicht so ganz klar. Wenn ich das richtig sehe, wird das Leben und die Entwicklung eines Hundes nicht nur in der Hundeschule geprägt. Viel wichtiger ist der Alltag und der allgemeine Umgang mit dem Hund in seinem Rudel, also bei den Menschen, die sich um ihn kümmern. Wer zu Hause nichts macht, der braucht auch nicht in die Hundeschule zu gehen. Von daher finde ich es ziemlich weit hergeholt, Ulv Philipper und seine Trainingsmethoden dafür verantwortlich zu machen. Aber es ist immer leichter, die Schuld auf jemand anderen zu schieben, als sich selbst ernsthaft zu reflektieren.

    Unabhängig davon gibt es Millionen von Erziehungs- und Trainingsmethoden, die als einzig richtige Lösung angepriesen werden. Was dabei leider immer wieder vergessen wird ist, dass wir es hier mit Individuen zu tun haben – sowohl Hunde als auch Menschen sind alle unterschiedlich. Da gibt es kein Handbuch, wie bei dem neuen Geschirrspüler oder der Bohrmaschine. Jedes Mensch-Hund-Team braucht eine individuelle Lösung, die sich für mich auch gern aus mehreren Methoden zusammensetzen kann. Statt sich also blind auf irgendwelche Methoden zu verlassen, kann man ruhig auch selber denken und seinen eigenen Weg entwickeln.

    Wie gesagt, hier generell die Schuld für das eigene Versagen einer Hundeschule in die Schuhe zu schieben, finde ich extrem grenzwertig. Ich kann nur hoffen, dass Sie beim nächsten Hund „mehr Glück haben“. Dazu gehört aber sicherlich mehr, als nur eine gute Hundeschule zu finden.

    Mario Anastasini · 20. Oktober 2017 um 9:29

    Lieber Heiko,
    dein Vorwurf „Herr Philipper mag Geld und Macht“ sind haltlos und völlig aus der Luft gegriffen. Von was für einer Macht schreibst du da?? Worüber hat er Macht, wenn er Hundeleute lehrt, anders mit Hunden umzugehen? Er will lediglich helfen, dass die Hundewelt ein wenig besser, stressfreier wird.
    Und was sind 60,- € für eine Stunde? Sind die anderen Hundeschulen etwa günstiger? Garantiert nicht! ICH habe beides durchgemacht und kenne also die realen Begebenheiten.
    Was da bei dir und deinem Hund vorgefallen ist kann jetzt mangels Informationen deinerseits keiner nachvollziehen. Aber eins weiß ich: WENN einer „seriöse Hundeschulen“ empfiehlt, dann hat er Ulv Philippers Konzept in keinster Weise verstanden, hat er sich von der klassischen Erziehungsmethode nicht lösen können/wollen. Das ist aber Grundvoraussetzung, damit die Übungseinheiten auch den entsprechenden Effekt bewirken.
    Dann wundert es mich auch nicht, dass die Umsetzung diese Erziehungsmethodik anscheinend schief gelaufen ist. Bestärkt wird das auch noch durch die Behauptung, sein Konzept sei „aggressiv“(?) und „unprofessionell“. Denn, HAT es jemand verstanden, dann würde derjenige nicht solche Behauptungen machen können, weil das Konzept überhaupt nichts Aggressives beinhaltet und in keinster Weise unprofessionell ist.
    Und außerdem: wie kann jemand, der Hilfe bei der Erziehung seines Hundes sucht, also wohl unerfahren ist, überhaupt ein Konzept derart beurteilen? Was sind dann diese empfohlenen „seriösen Hundeschulen“? Wonach beurteilst du diese? Hast du jetzt schon viele in Anspruch genommen um aus Erfahrung zu schreiben? Ganz sicher nicht (wenn dir das, wie du andeutest, zuviel Geld für eine fachmännische Erziehungberatung ist)
    Das liest sich jetzt sehr unglaubwürdig!
    Nebenbei: einer meiner Hundefreunde hatte einen so von dir erwähnten aggressiven Hund, eine Schäferhündin, die jedem anderen Hund zerissen hätte. Diese ist durch Ulv Philippers Konzept binnen eines halben Jahres zu einem „Schäfchen“ geworden, mit der wir heute völlig entspannt und sorgenlos spazieren gehen können.
    Zu deiner Frage: „warum nicht schon längst alle Hundeschulen und Hundebesitzer dieser Welt die Methoden von Herrn Philipper übernommen haben, wenn diese doch so einfach umsetzbar und zu 100% wirksam sind!! „
    Dazu kann ich nur sagen: weil es für alle fast unmöglich scheint, sich von der seit Beginn der Tierindustrie vor ca. 60-70 Jahren überall propagierte und seither manifestierte klassische Erziehungsmethode zu lösen. Hat man bisher ja dicke Geld damit verdient und keiner hat es trotz klar definierten Mängeln am Ergebnis dies hinterfragt. Die heutigen Hundeschulen können nicht so einfach auf Ulv Philippers Konzept umschwenken und es anwenden. Nicht, weil sie es nicht begreifen würden, nein weil sie dann ihr eigenes bisher angewandtes Konzept über den Haufen werfen müssten, da es völlig kontrovers zu der alten Erziehungsart ist. Sie müssten für einen längeren Zeitraum ihre Hundeschule dicht machen, um sich das neue Konzept anzueignen. Und wer gibt schon so einfach sein altes auf, wenn es doch ohne hinterfragt zu werden angenommen wird und den Lebensunterhalt einbringt. Man hat ja auch eine Menge Geld investiert, um diesen Beruf ausüben zu können. Das gibt leider wohl kaum jemand einfach so auf.
    Die Welt verändert sich aber rapide und man kann nirgends auf der gleichen Stufe hängen bleiben. So wird jüngst genau dieses Konzept von Ulv Philipper, unabhängig vom Wissen, dass es ihn gibt, unter Fachleuten diskutiert, in Erwägung gezogen, teils schon als richtig angesehen.
    ICH kann nur jeden Hundehalter anraten, sich im Interessenfall, sich vorurteilsfrei und offen für neue Ansichten, Ulv Philippers Informationen zu seinem Konzept durchzulesen und nicht, weil man es nur schwer vorstellen kann, eine anderes, wirklich tolles Konzept ohne Hintergrundwissen schlecht zu reden/schreiben. Ich und viele meiner Hundefreunde haben nur die positivsten Erfahrungen machen können und selbst diejenigen aus meiner Hundespaziergeh-Gruppe, die es nicht (mehr) anwenden können/wollen, sehen es als ein tolles Konzept an, weil sie die Wandlung meines Hundes hautnah miterlebt haben. Wie oft habe ich gesagt bekommen, wie gerne sie ihren Hund genauso wie meinen haben wöllten, weil das ihre Vorstellung von einem „funktionierendem“ Hund ist!

Heiko · 20. Oktober 2017 um 9:03

Ich frage mich schon ein wenig woher Sie das Wissen nehmen wollen, dass wir bei unserer Hundeerziehung versagt haben und finde diese Aussage auch sehr anmaßend!!! Unser Versagen war, dass wir der falschen Hundeschule vertraut haben!!!
Ich habe als ich merkte, dass die Erziehung unserem Hund nicht gut tut und ich das Gefühl hatte unser Hund könnte bissig werden das Gespräch mit Herrn Philipper, seiner Frau und seiner damaligen Mitarbeiterin gesucht und bekam als Antwort immer nur zu hören, wenn wir seine Methode zu 100% durchsetzen wird unser Hund auch nicht aggressiv oder bissig werden!!!
Wir haben daraufhin auch versucht seine Methoden zu 100% umzusetzen, was natürlich nicht immer gelingen kann, und das Ergebnis kennen Sie ja!

Und genau das ist genau der Punkt, den ich bei Herrn Philipper beanstande.
Als wir damals in seiner Hundeschule waren wurde unser Hund mit einer bestimmten Methode auf sein Stopp Training vorbereitet!!
Bei dieser Methode wurde so lange mit Schütteldosen geworfen, bis der Hund sitzen blieb!! Dass unser Hund, der von Natur aus ein sehr, sehr verunsicherter und nervöser Hund war und bei dieser Trainingsmethode vor Angst jedes Mal urinierte wurde von Herrn Philipper so kommentiert, dass diese Reaktion absolut normal sei!???
Ich nachhinein muss ich mir natürlich auch selber Schuld geben, dass ich in dieser Situation das Training in der Hundeschule Philipper nicht sofort abgebrochen haben aber leider habe ich diesen Menschen vertraut!!

    Mario Anastasini · 20. Oktober 2017 um 9:59

    Wenn ich jetzt diese Antwort lese, muss ich leider auch behaupten, dass wohl ein „Versagen“ der Grund für das tragische Ende des Hundes vorliegt und gebe der Franziska völlig Recht mit ihrem Beitrag.

    Zitat: „Unser Versagen war, dass wir der falschen Hundeschule vertraut haben!!! „
    Auch ziemlich unglaubwürdige Aussage. Woher wollen Sie als Unerfahrener denn wissen, welche Hundeschule und welches Konzept die richtige ist? Und unerfahren müssen Sie ja sein, sonst würden Sie keine Hundeschule in Anspruch nehmen.

    Zitat: „Ich habe als ich merkte, dass die Erziehung unserem Hund nicht gut tut und ich das Gefühl hatte unser Hund könnte bissig werden… „
    Sie selbst beschreiben hier exakt den Punkt, dass eine klassische Erziehungsmethode zu einem Hund mit Macken führt.

    Zitat: „Wir haben daraufhin auch versucht seine Methoden zu 100% umzusetzen, was natürlich nicht immer gelingen kann,“
    Falsch! Es gelingt immer, wenn man es richtig macht! Kann ich durch haufenweise Beispielen und aus eigener Erfahrung so behaupten. Mittlerweile bilde ich meinen zweiten Hund danach aus und der wandelt sich rapide in die gewollt richtige Richtung.

    Zitat: „Dass unser Hund, der von Natur aus ein sehr, sehr verunsicherter und nervöser Hund war…“
    Falsch! Das ist ein Hund niemals von Natur aus!! Da gibt es IMMER Gründe für, wenn ein Hund so ist!

Mario Anastasini · 20. Oktober 2017 um 22:31

Heiko, ich will versuchen, sachlich zu bleiben/schreiben.
Sie scheinen die Texte nicht intensiv zu lesen und anscheinend auch nicht richtig zu begreifen, was ich beschreibe.
Ich habe Ihre Sätze benutzt und „analysiert“, weil das einfach schlichtweg falsche Behauptungen sind!! Ich spreche Ihnen deshalb doch die Tatsache nicht ab, dass Sie einen aggressiven Hund haben töten lassen.
Und nein, Sie haben nicht nur Ihre Erfahrung mitgeteilt!! Sie raten konkret anderen Hundehaltern von diesem Konzept ab.

In Ihrer letzten Antwort ist auch eine falsche Behauptung drin: „Mein damaliger Hund, der im übrigen durch seine Rasse und Persönlichkeit die ein Hund entgegen ihrer Meinung sehr wohl Besitz und es definitiv NICHT alles nur anerzogen ist“. Habe ich mit keinem Wort so erklärt!! Ich bitte Sie mal, bei der Wahrheit zu bleiben. Natürlich haben Hunde ihren eigenen Charakter (keine Persönlichkeit!). Die Rasse spielt hier ein untergeordnete Rolle. Auch wenn das eine weit verbreitete Auffassung ist. Es gibt nämlich bei ALLEN Rassen ALLE Charaktere.

Auch eine sehr unglaubwürdige Aussage: „…ist durch die Hundeschule Philipper zu einem noch ängstlicheren und dadurch letztendlich auch aggressiven Hund geworden!“ Ich bin mir ganz sicher, dass ihr Hund nicht so geworden wäre, wenn Sie alle Anweisungen richtig umgesetzt hätten. Denn das Konzept und dessen Anwendung ist so artgerecht gestaltet, dass es beim Hund einfach keine negative Auswirkung haben kann.
Ich kenne NICHT EINEN EINZIGEN Hundehalter, der durch das Konzept eine negative Erfahrung gemacht hat, dessen Hund nicht positive Veränderungen gezeigt hat.

Und zu Ihrer Information und Vermutung: nein, ich stehe dem Ulv Philipper nicht nahe, bin weder verwandt noch verschwägert, sondern ein ganz normaler „Kunde“ gewesen, der sein Konzept anwendet. Ich habe mich lediglich sehr sehr intensiv und umfangreich zum Thema Hund, dessen Lebensweise und dessen Haltung und Erziehung informiert.

    Heiko · 21. Oktober 2017 um 8:17

    Mario, wenn ich lese wie und was sie so schreiben kommen sie mir vor wie ein Jünger und Philipper ist der Guru.
    Ich glaube Ihnen doch ihre Erfolge durch die Methode Philipper bei ihren Hunden!
    Warum glauben sie mir denn nicht den Misserfolg bei unserem Hund?
    Wie schon oben beschrieben war eine Trainingsmethode um den Hund auf das Stopp in jeder Situation vorzubereiten nach einem Pfiff so lange mit Schütteldosen zu werfen bis der Hund Sitz macht!
    Oder wie haben sie ihren Hund darauf vorbereitet?
    Dieses Schütteldosen hat unseren Hund völlig verängstigt und somit letztendlich auch aggressiven gemacht!
    Daher nochmals meine Bitte an alle Hundehalter, glaubt nicht alles was über die ein oder andere Hundeschule positives geschrieben wird.
    Vor allem nicht dann, wenn jede negative Erfahrung die ich bisher im Internet gelesen habe nicht ansatzweise reflektiert sondern sofort durch irgendwelche Kommentare etwas dagegen geschrieben wird.

    Das ist übrigens in allen Chats in denen es um das Thema Hundeschule Philipper geht der Fall.
    Das finde ich schon sehr merkwürdig!

pedi · 26. Oktober 2017 um 10:01

Lieber Heiko, lieber Mario!

Leider habe ich bisher verpasst mich hier einzumischen. Es ist mein Artikel und daher hätte ich hier mehr Verantwortung übernehmen müssen für eine freundliche Diskussion. In diesem Sinne, bitte entschuldigt, dass ich hier noch nicht die Wogen geglättet habe.

Nun zur Methode Philipper: mittlerweile hat sich meine anfängliche Euphorie sehr gelegt. Vom PRINZIP her finde ich es gut, dass wir unseren Hunden so viel Freiheit wie möglich geben und sie nicht dauernd herum „kommandieren“. ABER, MEINE (!) Hunde WOLLEN mit mir zusammen Sachen machen und Anweisungen und Aufgaben bekommen.
Ich habe festgestellt, dass die Methode Philipper – bei mir – irgendwie nicht richtig funktioniert.

Was mich stutzig macht: es gibt ein Video von Herrn Philipper, wie er bei einem Interview in Hamburg zu sehen ist, und sein Hund folgt ihm wie ein ´unsicher gebundener ´Hund. D.h. ein Hund der panisch auf sein Herrchen achtet, weil dieser unberechenbar ist.
Ich bin kein Hundetrainer und auch nicht firm genug in den diversen psychologischen Wirkmechanismen um ordentlich zu argumentieren, daher möche ich nur anführen, dass wirklich jeder seinen eigenen Weg finden muss im Umgang mit dem Hund.

Gestern hatte ich einen Termin mit einer anderen Hundetrainerin und da sagt mein Herz und Verstand „ja!“. Darüber schreibe ich gerade einen weiteren Blog-Artikel.

Bitte seht diese Zeilen nur als mögliche Wahrheit an, denn jeder hat seine eigene Art und Weise die Dinge zu sehen!

herzlich
eure pedi

    Heiko · 26. Oktober 2017 um 13:41

    Hallo Pedi,

    Danke für die noch nachträglich geäußerte, ehrliche Meinung zu unserer vorausgegangenen Diskussion!!
    Bin mal gespannt, ob Mario oder Franziska noch etwas hierzu schreiben werden!

    Gruß
    Heiko

    Franziska · 27. Oktober 2017 um 8:24

    Hallo Pedi,

    schön, dass du dich noch ergänzend in die Diskussion eingebracht hast. Das wurde ja doch recht hitzig hier… 😉

    Und Heiko, ich muss sagen, dass sich trotz der Klarstellung von Pedi an meiner Meinung nicht viel ändert. Es geht ja nicht nur um Philippers Methoden, sondern allgemein um die Verantwortung als Hundehalter. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man sich bei möglichen Schwierigkeiten nach einer Alternative umschaut. Eine einzelne Erziehungsmethode, Hundeschule oder Trainingskonzept verantwortlich zu machen, halte ich für sehr weit her geholt. Und darauf wollte ich in meinem obigen Beitrag auch hinaus.

    Nun hilft es Ihrem toten Hund überhaupt nicht mehr, hier eine Schuldfrage zu diskutieren. Das hilft eigentlich niemandem. Ich kenne nur Philippers Buch Dog Management und finde die gedanklichen Ansätze darin sehr gut. Die Umsetzung in seiner Hundeschule ist eine andere Geschichte.

    Wie gesagt, ich finde unsere Aufgabe als Rudelchef ist es immer, eine individuelle Lösung für Probleme mit dem Hund zu finden. Egal, ob Anfänger oder Profi, wir werden doch alle immer wieder von unseren Hunden vor Herausforderungen gestellt. Und genau das fasziniert mich so. Sie geben uns die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung, wenn wir nur bereit sind, uns selbst zu reflektieren.

    Ich wollte mit meinem Beitrag nicht, dass Sie sich persönlich angegriffen fühlen. Wenn das der Fall war, tut es mir leid. Ich bin aber kein großer Fan von Schuldzuweisungen, nur weil man sich selbst etwas nicht eingestehen will. Ich bin mir sicher, Sie haben Ihren Teil aus der Erfahrung gelernt und Sie machen es jetzt besser, als vor 6 Jahren. Und darum geht es doch im Endeffekt. 🙂

    Viele Grüße,
    Franziska

    Juna · 2. Januar 2018 um 19:16

    Liebe Pedi,
    ich kenne das Video von Ulv Philipper auf dem Schiff im Hamburger Hafen – und sehe die Hündin ebenso, wie du sie siehst.

    Aber ich „kenne“ die Hündin, bzw. weiß einiges über sie und ihr Wesen – und daher habe ich für mich ein sehr schlüssige Erklärung, weshalb sie sich so verhält.

    Auch bei Hunden scheint es mir nicht sinnvoll zu sein, zu erwarten, dass sie in jeder nur erdenklichen Situation „funktionieren“ und total cool sind. Das sind Menschen auch nicht. Ich weiß von mir, wie ich mich fühle und verhalte, wenn ich mich in einer Situation befinde, die ich überhaupt nicht einschätzen kann. In einer Situation, wo ich darauf angewiesen bin, das zu tun, was jemdand tut, der sich anscheinend auskennt. Und wie bei Menschen auch, gibt es natürlich Hunde, die in solchen Situationen sehr viel mehr Risiko eingehen und selbst ausprobieren, was geht und was nicht. Ich persönlich würde ev. auch eher wie der Hund von Ulv Philipper wirken – meine Tochter hingegen würde ganz anders sein!

    Damit will ich auf ein Detail im Verständnis vom Hund hinweisen: wir haben in unserer Gesellschaft das Bild, ein gesunder Hund ist entspannt. Der Wesenstest, der bei Hunden noch immer häufig durchgeführt wird, beinhaltet einen Teil, wo der Hund sitzen muss, sein Mensch weg geht und ihn alleine lässt, und 5 – 7 Personen aus dem Nichts heraus mit dunklen Mänteln im Kreis von außen auf den Hund zu gehen. Der Hund der sitzen bleibt und nichts tut, ist „normal“… Ich kenne keinen unsinnigeren Test: ein Lebewesen, was eine solche Situation nicht als bedrohlich empfindet und irgendeine Reaktion darauf zeigt, – entweder den Versuch wegzulaufen macht oder aggressives Verhalten zeigt -, ist eigentlich nicht überlebensfähig. Wenn wir also von unseren Hunden erwarten, dass sie immer ausgeglichen sind, alles mit Ruhe und Freude hinnehmen, alles Neue immer gut und interessant finden, nicht ängstlich oder aggressiv reagieren, erwarten wir etwas Unnatürliches. All das ergibt sich aus meiner Sicht aus der Grundhaltung dem Hund gegenüber: du bist für mich da. Diese Grundhaltung haben wir auch den Schweinen, den Kühen, den Hühnern etc. gegenüber und es ist sehr schwierig, – zumindest für mich -, mir immer wieder dieser inneren Haltungen bewusst zu werden, denn ich bin ein Teil dieser Gesellschaft, die so denkt und die sich die Tier- und Pflanzenwelt auf diese Weise zunutze macht.
    Wenn es mir gelingt, einen Hund in einer Situation, abgetrennt von meinen heimlichen Erwartungen, zu sehen, kann ich wahrnehmen, dass er diese Situation z. B. als sehr bedrohlich empfindet, oder das er die Situation sehr genießt und sich wohlfühlt – egal, was ich selbst davon halte. Und ich kann ihm dann seine Gefühle zugestehen – denn es sind nun mal seine Gefühle. Und es ist seine ganz eigene Lebensgeschichte, die ihn so oder so reagieren lässt. Und ebenso, wie ich glaube, dass es falsch ist einem Kind oder einem Erwachsenen zu sagen: „du brauchst keine Angst zu haben“ / „sei doch nicht traurig“, genauso wenig ist es sinnvoll, die Gefühle eines Tieres zu be-, bzw. verurteilen. Wir können zunächst mal nur sehen: Angst, Unsicherheit. Dann können wir Fragen stellen: weshalb ist da Angst und Unsicherheit? Darauf gibt es dann schon viele mögliche Antworten. Beziehe ich aber das Verhalten des Hundes sofort auf seinen Menschen, nehme ich dem Hund einen Teil seines Wesens und seiner Lebensgeschichte. Und ich degradiere ihn auch ein wenig auf ein nur in der Gegenwart lebendes Wesen…

    Zu deiner Erfahrung mit deinen Hunden -, sorry, ich sage hier im Chat einfach mal du -, dass sie Anweisungen und Aufgaben wollen, fällt mir ein, dass ich persönlich es auch nicht nur gut finde, wenn mein Chef mir plötzlich ziemlich viel Verantwortung überträgt und dann auch noch die Ergebnisse meiner Entscheidungen beurteilt. Das macht mich voll und ganz für alles, was ich tue verantwortlich – das ist unbequem und anstrengend. Ich persönlich neige dazu, dem Chef dann zu sagen: „das kann ich wirklich nicht; sagen Sie mir doch bitte, wie ich das am besten lösen soll, ja!?“ – es bleibt die Frage: will ich Anweisungen, weil ich es toll finde, oder weil ich es gewohnt bin, oder weil ich dann nicht selbständig und verantwortlich sein muss?

Sarah · 12. November 2017 um 14:01

Hallo,

Ich muss euch leider sagen, wer im Zusammengang mit Herrn Philipper denkt, er hätte eine Methode angewandt, gar dem Hund irgendetwas“beigebracht“, der hat wenig von dem verstanden, was er schult. Tatsächlich ist es völlig egal, was für einen Hund man an seiner Seite hat. Man müsste ihn zur Schulung nicht einmal mitbringen. Entscheidend ist die eigene Verhaltensänderung. Die Methodik ist für den Halter, nicht für den Hund. Der Hund wird nicht trainiert.

    Juna · 2. Januar 2018 um 17:06

    Das ist der Kern!

    Ich möchte weder Heiko, Mario, noch Franziska oder Pedi widersprechen.

    Letztlich kann jeder Mensch nur immer im Rahmen seiner ganz eigenen Möglichkeiten denken und handeln. Und diese Möglichkeiten resultieren aus seiner eigenen Sozialisation. Da wir in einer Gesellschaft leben, in welcher Kinder auch sehr häufig nach dem Belohnungsprinzip und dem Kommando / Durchsetzungsprizip „erzogen“ werden, ist es für sehr viele Menschen einfach nicht möglich, in sich selbst andere Antworten zu finden oder Fragen anders zu stellen. Da passen die Gedanken von Ulv Philipper zwar rational rein – nicht aber emotional!

    Ein Beispiel: wenn ich einen unbewussten Glaubenssatz habe, der lautet: „nichts ist umsonst auf dieser Welt“, werde ich es sehr schwer haben, zu glauben, dass mich ein anderer Mensch mag – einfach so – ohne, dass ich dafür etwas zurück geben muss. Ich werde dann immer den Drang verspüren, mich irgendwie zu revangieren. Und vielleicht sogar behaupten, das sei ja wohl „normal“, dass „man“ das macht. Rational könnte dieser Mensch sicher verstehen, dass es „bedingungslose Zuneigung“ geben kann – aber emotional wird er es einfach nicht „glauben können“.

    Meiner Meinung nach ist ein Mensch, der das tut, nicht zu blöd oder borniert oder störrisch – er folgt seinen inneren Mustern und Glaubenssätzen. Und das tun wir dann auch noch unbewusst – das ist für uns alle ein echtes Problem im Leben!

    Eine Umstellung im Umgang mit dem eigenen Hund erfordert aus meiner Sicht und Erfahrung, die Bereitschaft, eigene innere Bilder und Glaubenssätze zu erforschen. Sich selbst zu beobachten, immer wieder eigenen Formulierungen und Gedanken zu betrachten und zu „überarbeiten“. Sogar die eigenen Gefühle zu hinterfragen ist absolut wichtig! Denn wir haben gelernt, was wir tun und denken. Und wir haben unseren Gefühlen u. U. sogar falsche „Ettiketten“ aufgeklebt! (Beispiel: viele Frauen weinen, wenn sie Wut fühlen. Viele Männer werden grob und laut, wenn sie Angst oder Trauer fühlen. Wir haben gelernt mit bestimmten Gefühlen so umzugehen, wie es in unserer kindlichen Umwelt anscheinend gefordert wurde. Aus unserer kindlichen Sicht haben wir „die beste Lösung“ gesucht und gefunden: noch heute wird Jungen Traurigkeit und Weinen als Schwäche ausgelegt und einem wütenden Mädchen wird auch heute noch vermittelt, dass das nicht okay ist). Die meisten von uns sind durch Eltern, Schule und Gesellschaft an vielen Stellen weit entfernt von Authentizität. Erst wenn wir über Jahre hin gescheitert sind, immer wieder über die gleichen Steine gestolpert sind, gelingt es dem ein oder anderen von uns, die inneren Muster zu verändern – und meist nur unter großem Schmerz!

    Wer Dogmanagment gelesen hat, weiß, weshalb wir diese Muster entwickelt haben und wie sinnvoll es mal war, dass sie so waren, wie sie sind. Leider sind aber Muster aus der Kindheit im Erwachsenenalter oft nicht mehr so hilfreich – und dann passiert es, dass wir uns mit diesen alten, kindlichen Mustern unser Leben ziemlich versauen können! Es scheint für mich also nicht sinnvoll, hier von richtig und falsch, von falsch oder nicht verstanden zu sprechen. Sicherlich sind alle, die hier geschrieben haben, mit ihrem ganzen Herzen und Verstand dabei – folgen aber ihren unbewussten Mustern. Im übrigen ich auch – wir sind, – nach neuesten Erkenntnissen aus der Neurobiologie -, viel mehr Hund, als wir denken ;)) damit meine ich: viel mehr aus dem Unterbewusstsein heraus agierend, und denkend, als wir uns das wünschen. Einige Wissenschaftler wagen sogar zu sagen, dass die Ratio lediglich dazu da ist, uns die im Unterbewusstsein längst getroffenen Entscheidungen zu „erklären“.

    Als wir vor 10 Jahren zu Ulv Philipper kamen und begannen unsere Sicht auf unsere Hunde umzustellen, hatte ich nur eine Ahnung, ein inneres Gefühl, dass hier etwas wirklich Neues und Wichtiges in meinem Leben stattfinden wird. Heute weiß ich, dass es so ist. Diese Umstellung hat mich aber eine riesige Menge Frust, Verzweiflung, Wut und Stress mit meinem Mann gekostet! Oft habe ich geflucht und beschlossen, dass ich jetzt die Schnauze voll habe damit und dass ich wieder, wie alle anderen auch, meine Hunde einfach wieder „erziehe“. Aber dann haben mich die beiden oder die drei, je nach dem, wie viele wir gerade hatten, angesehen und es war klar: ich kann nicht anfangen sie wie „Hunde“ zu behandeln!

    Heute lebe ich auf eine Weise mit meinen Hunden zusammen, die ich niemals mehr missen möchte! Wir haben mit unserem jüngsten, – er wird bald 2 Jahre alt -, nun den 4. Hund unter dem „neuen“ Denkmuster aufgezogen. Er ist der „Beste“ bisher… Wir beide sind gereift und sicherer geworden. Haben mehr und mehr aufgehört methodisch vorzugehen; sind immer intuitiver und authentischer geworden. A

HEIKO · 3. Januar 2018 um 15:55

Hallo Juna Hallo Sarah,
da ist sie endlich wieder die völlig tiefgreifende, hoch psychologische Erklärung für Philippers Trainingskonzept oder besser gesagt, wie verdiene ich sehr viel Geld durch wenig Anstrengung, Konzept!
Natürlich erlernt man bei dem Philipper Training auch verschiedene Trainingsmethoden für den Hund! Die Aussage von Sarah ist also falsch!, Herr Philipper ist aber so „schlau“ Kurse ohne Hund anzubieten um psychologischen Müll zu erzählen bei denen nicht ein Hund anwesend ist und somit mal eben an einem Samstag Nachmittag 10 x 130€ zu verdienen ohne sich dabei auch nur mit einam einzigen Hund auseinandersetzen zu müssen!
Und allen Leuten die diese Methode kritisieren oder wie ich sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht haben immer nur vorzuwerfen man hätte halt das Prinzip der Erziehungsmethode nicht verstanden ist ziemlich simple aber wie man aus den Kommentaren hier entnehmen kann leider auch sehr effektiv.

    Juna · 3. Januar 2018 um 19:46

    Wow, Heiko … es tut mir leid, wenn meine Meinung zu dem Thema dich so sehr aus der Balance gebracht hat … Du scheinst ja echt richtig wütend zu sein! Es war nicht meine Absicht irgendjemanden wütend zu machen … ich glaube wirklich an das, was ich geschrieben habe – es ist aber nur MEINE Meinung … mehr nicht … sollte kein persönlicher Angriff sein. Es tut mir wirklich leid, wenn das bei dir so angekommen ist!

    Mario Anastasini · 4. Januar 2018 um 20:22

    Ich empfinde deine Beiträge hier mittlerweile als Müll!! Sorry, aber du diskutierst hier über Sachen, wovon du keine Ahnung hast, diffamierst, beleidigst. Stellst Behauptungen auf, die jeglicher Grundlage entbehren und völlig an den Haaren herbeigezogen sind. Wie kannst du einfach behaupten, meine Erfahrung und die der anderen (bei Ulv Philliper) wäre Unsinn? Wie kannst du einfach Unwahrheiten schreiben, ohne jemals selbst die Erfahrung gemacht zu haben?
    Außerdem bleibe ich dabei und es ist einfach die Wahrheit: du hast null von Ulv Philippers Konzept verstanden!! NULL!! Ist alleine aus deinem letzten Beitrag zu ersehen!!
    Diskutierst hier aber wie ein Fachmann, stellst Unwahrheiten in den Raum. Lächerlich! Sowas bringt mich zur Weißglut!

Heiko · 5. Januar 2018 um 11:40

Hallo Mario,
warum so aufgebracht?
Ich habe 8 Trainingsstunden, zusammen mit meiner Frau, bei Herrn Philipper besucht! Dies waren alles Einzelstunden, weil nach Aussage Philippers dies für einen Welpen besser sei (was für ein Schwachsinn)
Wie können Sie da behaupten ich hätte keine Erfahrungen gemacht?!
Und dann wieder das Argument ich hätte nichts von dem Konzept verstanden!!!
Ich bin kein Fachmann, wie wir hier alle.
Oder ist hier ein ausgebildeter Hundetrainer dabei?
Aber auch ein einfacher Hundehalter und Nichtfachmann wie ich kann doch seine Erfahrungen mitteilen!!
Ich bin der festen Überzeugung Herr Philipper hat ein ganz simples System Hunde zu erziehen und erklärt dies mit ganz viel Psychologie, um es den Hundebesitzern als etwas neues und besonderes zu verkaufen.
Dies kommt, wie man ja sieht, bei vielen Menschen auch sehr gut an! Das Problem ist , das diese Methode aber nicht bei jedem Hund funktioniert aber trotzdem gnadenlos durchgezogen wird, weil es keine Alternativmethode gibt!
Und genau das kritisiere ich hier!!
Und diese Kritik muss man mir auch zugestehen, ohne mich als lächerlichen Lügner darzustellen.
Denn diese Darstellung zeugt für mich nur davon, dass hier jemand keine vernünftigen Argumente hat!!!

    pedi · 5. Januar 2018 um 12:15

    Hi!

    Puh. Hier geht es ja richtig heftig zu!
    Bitte, bitte gesteht jedem seinem Meinung zu. Auch das Ändern derselbigen. Wir sind doch alle nur dumme, kleine Menschen, die versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Wir sind alle mit Herzblut dabei um unserem Hunden ein guter Mensch zu sein. Das ganze ist ein Weg und wir sind nie fertig mit lernen. Gottseidank.

    Also, jeder hat seine Wahrheit und sein Päckchen zu tragen und seine Verhaltensmuster. Und das ist genau das Thema. Wie bereit, wie fähig, wie penetrant kann ich an meinen eigenen Mustern arbeiten? Wie kann ich diese überhaupt erstmal erkennen!? .. geschweige ändern!?

    Leute, lasst uns gegenseitig helfen, und uns nicht anfeinden. Das ist schon mal die erste Änderung in unseren (online) Gewohnheiten.

    In diesem Sinne,
    eure pedi

Heiko · 6. Januar 2018 um 11:24

Hallo zusammen,
bin SPD Wähler, obwohl mir nicht wirklich schlüssig ist, was das mit dem Thema zu tun hat!?
Ich glaube und gönne Mario und auch jedem anderen Hundebesitzer Lernerfolge seien diese nun in der Hundeschule Philipper oder in einer anderen Hundeschule entstanden!
Mein Anliegen war, nachdem ich Pedi’s Bericht und die Kommentare dazu gelesen habe, auch meine Erfahrungen mit der Hundeschule Philipper mitzuteilen!!
Diese sind halt sehr negativ gewesen und haben in einer Odysse geendet an dessen Ende wir unseren liebgewonnenen Familienhund einschläfern lassen mussten.
Hätte ich aber vorher gewusst, wie ich dadurch angefeindet werde hätte ich mir die ganze Sache erspart!!
Es tut mir leid Mario aber ich kann so negative Erfahrungen wie ich sie gemacht habe nicht in Watte verpacken nur damit diese dir auch gefallen!!
Und ich war tatsächlich Kunde der Hundeschule Phillpper!
Kann dir gerne, als Beweis, Emailverkehr hierzu zukommen lassen!

Franziska · 6. Januar 2018 um 11:32

Also, so langsam sollten sich wohl alle mal wieder beruhigen. Fakt ist doch, dass es da draußen Millionen von Methoden zur Hundeerziehung gibt, von denen jede die absolute Unfehlbarkeit mehr oder weniger für sich beansprucht. Ein Mensch-Hund-Team ist eine soziale Verbindung von Individuen und sowas kann man nicht pauschal in einem Lehrbuch abhandeln. Von daher muss jeder individuell für sich die richtige Art der Kommunikation finden. Ich finde dieses „Ich habe Recht“-Gequatsche (egal von welcher Seite) einfach nur lächerlich. Die einzigen, die wirklich wissen, wie Hunde ticken, sind die Hunde selber. Und auch da ist es von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Wir können ja noch nicht mal andere Menschen verstehen (oder auch nur respektvoll behandeln), geschweige denn uns selbst. Vielleicht sollten wir damit anfangen, dann würde es auch in der Hundeerziehung leichter laufen.

Inwiefern man sich mit jemandem auseinander setzen muss, der auch Jahre nach einer Erfahrung noch das Internet durchstreift und seinen Frust loswerden muss, bleibt jedem selbst überlassen. Das soll kein Angriff an Heiko sein. Mehr die freundliche Anregung, mit den Dingen abzuschließen und es beim nächsten Mal einfach anders zu machen. Mit dem Finger auf andere zu zeigen und ihnen die Schuld für alles in die Schuhe zu schieben, ist nicht sehr selbstreflektiert.

    Juna · 7. Januar 2018 um 15:18

    Liebe Franziska,
    Ein guter Abschluss zu dieser etwas unglücklich verlaufenen „Diskussion“. Danke!

    Hätte jemand von jenen, die mit Hilfe von Philipper umgestellt haben und – das sage ich jetzt ganz bewusst: jetzt mit ihren Hunden zusammenleben und ihre Führungsqualitäten täglich überprüfen und zu verbessern suchen, Lust auf einen Austausch? Gegenseitige Hilfe, wenn man gerade festhängt oder mit alten Mustern kämpft?
    Könnte mir Mailgruppe oder Blog vorstellen …

    Und was mir noch einfällt: ich habe vor 29 Jahren einen Hund einschläfern lassen müssen – weil er bissig war und besonders kleine behinderte Kinder auf dem Kieker hatte… nach all der Zeit schmerzt es mich noch heute – und mir zuzugestehen, dass ICH womöglich versagt hatte und genau dieser Hund mit einer klaren, nicht begrenzenden Führung, wie ich sie Jahre später durch Philipper kennen gelernt habe, möglicherweise keine Probleme gemacht hätte, kann ich verdammt schlecht aushalten. Es ist ein Trauma … und das ist in mir – und die Schuld, sofern ich davon überhaupt sprechen möchte, LIEGT SICHER NICHT bei der damals von mir besuchten Hundeschule… denken und hinterfragen hätte ich damals auch schon lönnen….

Franziska · 8. Januar 2018 um 10:53

Hallo liebe Juna,

für mich selbst wäre eine Gruppe zu dem Thema nichts, weil ich einfach zu wenig Zeit habe. Ich behandele solche Themen allerdings manchmal auf meinem Blog, da freue ich mich auch immer über Kommentare. 😉

Ich habe auch viel mit alten Mustern zu kämpfen, aber ich reflektiere ständig mein Denken und Handeln. Von daher sehe ich das als Prozess an, dessen Ergebnisse nur besser werden können.

Dem was Mario sagte kann ich nicht so ganz zustimmen. Nur, weil ein Konzept damals noch nicht existiert hat, heißt das ja nicht, dass man unschuldig ist (wenn man in dem Zusammenhang überhaupt von Schuld sprechen kann). Es ist nie schön, wenn man sich eigene Fehler eingestehen muss, aber nur so kommt man weiter. Auch ich habe Erinnerungen an bereits verstorbene Hunde von mir, an Situationen in denen ich (nach heutigem Wissen) falsch und unfair dem Hund gegenüber reagiert habe. Und es tut mir heute noch im Herzen weh, wenn ich daran denke. Aber im Endeffekt machen wir doch andauernd Fehler. Unsere Hunde nehmen uns das nicht übel. Man kann also meiner Meinung nach nur die Lehren aus solchen Dingen ziehen und es in Zukunft besser machen. Ohne die Scham und den Schmerz, der durch die Erinnerungen ausgelöst wird, entwickelt sich meiner Meinung nach keiner persönlich weiter. Deshalb finde ich es auch grenzwertig, einem Konzept oder einer Hundeschule die Schuld in die Schuhe zu schieben. Aber das muss jeder mit sich selbst klar machen.

Meiner Meinung nach ist auch das Konzept von Philipper kein Allheilmittel. Die individuelle Strategie in der Kommunikation kann auch aus mehreren Ansätzen zusammengesetzt werden. Da muss halt einfach jeder seinen eigenen Weg finden. Wobei die Denkansätze bei Philipper schon super sind. Schade eigentlich, dass jemand einem sowas erzählen muss. So schwer ist es auch nicht, darauf zu kommen. 😉

Liebe Grüße,
Franziska & das Lieblingsrudel

Heiko · 8. Januar 2018 um 13:13

Hallo ,
Ich möchte auch noch etwas sagen.
Ich finde nicht wie Juna, dass die Diskussion etwas unglücklich verlaufen ist. Diskussion ist ja schliesslich der Ausstausch verschiedener Meinungen!
Und natürlich bin ich frustriert darüber, wie unglücklich alles mit unserem damaligen Hund verlaufen ist.
Und natürlich hätte ich auch die Notbremse treten und den Unterricht abbrechen müssen, insofern trifft mich die Schuld an dem ganzen!!
Aber es sind nicht alle Neuhundebesitzer, wie Ihr alle Hundenerds mit einem schon vorhandenem grossen Wissen über Hunde!
Und so jemand war ich damals und habe, was ja auch verlangt wird, da ansonsten die Methode nicht funktioniert, zu 100% vertraut!

Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass Euch allen hier nicht der Fehler passiert wäre, wie er mir passiert ist! Euren Hunden tut die Trainingsmethode von Philipper gut und wenn nicht seid Ihr in der Lage dies auch zu erkennen!
Das war ich aber damals nicht und ich glaube, dass es vielen so ergehen kann wie mir!!
Viele Grüsse
Heiko

Mareike · 8. Januar 2018 um 13:15

Hallo zusammen,

ich selbst kenne Ulv’s Konzept nur aus Erzählungen. Was ich allerdings schade finde bzw. auch nicht wirklich übereinstimme: Er spricht Mensch wie Hund die Triebe ab. Also seiner Meinung nach haben weder Menschen noch Hunde Triebe. Würde gerne eure Meinung dazu mal hören.
Außerdem: Was ist mit Straßenhunden? Denen hat niemand Kommandos gegeben bzw. sie beschränkt. Auch diese Hunde jagen doch teilweise. Wie erklärt sich sowas nach Philipper?
Ja, ich finde es sinnvoll, den Hund nicht zu verniedlichen bzw. nicht mit ihm zu reden als wäre er ein kleines Kind (auch bei Kindern finde ich es ’schlimm‘ wenn sowas gemacht wird). Aber das kann ich auch ohne das Konzept.
Vieles findet einfach im Kopf des Herrchens/Frauchens statt und die Anspannung überträgt sich dann auf den Hund. Heißt im Umkehrschluss, je entspannter man in den Situationen bleibt, desto entspannter auch der Hund.

    Mario · 8. Januar 2018 um 21:30

    Mareike, du schreibst „Was ist mit Straßenhunden? Denen hat niemand Kommandos gegeben bzw. sie beschränkt. Auch diese Hunde jagen doch teilweise. Wie erklärt sich sowas nach Philipper?“
    Nein, die jagen nicht! Ich habe doch gerade das beste Beispiel bei mir, mit meiner ehemaligen rumänische Straßenhündin. Sie ist nicht erzogen, bzw. verzogen, niemals beschränkt worden. Quasi ein Basishund! Und ich war erstaunt, dass sie Verhalten zeigte, die ich dem Timmi erst (wieder) aneignen musste. Sie war einfach nicht von einer falschen Erziehung beeinflusst und zeigte sich OHNE irgendeine Trainingseinheit einfach bereit, mit mir zu kommunizieren. Sie geht sogar besser an der Leine als Timmi, ohne ihr das beigebracht zu haben. Ich war da völlig baff! Sie achtet beim Spazierengehen viel mehr auf mich, als es seinerzeit Timmi tat, dem ich das erst wieder vermitteln musste.
    Meine Fly sieht auch die Raben auf dem Feld, rennt aber selten auf sie los. Das ist definitiv KEIN JAGEN! Sie hat schon 15 Meter davor gesessen, sie kurz beobachtet und ist dann VON SICH AUS kehrtwendend zu mir zurückgekommen!
    Was du mit „Reden mit dem Hund“ anführst: das hat mit dem Konzept nichts zu tun. Natürlich sollte man weder mit einem Kleinkind noch mit einem Hund eine „Baby-/Hundesprache“ benutzen. Es kommt auf die Einstellung an, wie du den Hund (oder das Kind, bei Chefs die Mitarbeiter) ansiehst. Nicht als Untertan, der Befehle ausführt, sondern als gleichberechtiges Lebewesen, wo du dann die leitende Hand bist. Nur so bekommst du zufriedene, mitmachende Partner!

Mario · 8. Januar 2018 um 21:05

Liebe Franziska,
ich zitiere dich mal: >>Ich habe auch viel mit alten Mustern zu kämpfen, aber ich reflektiere ständig mein Denken und Handeln. Von daher sehe ich das als Prozess an, dessen Ergebnisse nur besser werden können.< < Ich kann dir sagen, dass mit dem Wandel in der Denkweise hat bei mir auch sehr lange gedauert, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Am Anfang war es für mich total schwer, überhaupt mal zu verstehen, was der Ulv Philipper mir da verständlich machen wollte. Zu sehr war ich generell in der alten Denk- und Verhaltensweise verfestigt. Man bekam ja keinen anderen Input! Zitat: >>Dem was Mario sagte kann ich nicht so ganz zustimmen. Nur, weil ein Konzept damals noch nicht existiert hat, heißt das ja nicht, dass man unschuldig ist …Es ist nie schön, wenn man sich eigene Fehler eingestehen muss, aber nur so kommt man weiter. Auch ich habe Erinnerungen an bereits verstorbene Hunde von mir, an Situationen in denen ich (nach heutigem Wissen) falsch und unfair dem Hund gegenüber reagiert habe.< < Du kannst es nicht als Fehler ansehen, weil du es damals nicht als Fehler erkannt hast! Ich habe auch zwei Jahre „normale“ Hundeschule mit Timmi absolviert und diese Hundeschule als hervorragend angesehen. Aus heutiger Sicht muss ich klar sagen: nie wieder! Weil dort einfach eine völlig andere Ansicht vorherrscht, wie Hunde ticken und sie behandelt werden müssen. Ich will nicht behaupten, dass alles schlecht war, aber das, worauf es wirj´klich ankommt, die Basis von allem, dass ist verkehrt! Völlig konträr zu Ulvs Konzept! Als ich mir das endlich verinnerlicht hatte, war ich mal wieder dort, um eine Bekannte anzutreffen, die einen neuen Hund hatte. Liebe Leute, ich war dermaßen erschreckt, was dort den Hundehaltern beigebracht wurde und wird. DAS hatte ich zwei Jahre lang meinem Hund angetan? So krass war mir das nie aufgefallen und nach einer halben Stunde konnte ich das auch nicht mehr ertragen! Ab da war mir klar, was es für Auswirkung bei Timmi hatte und warum er von jetzt auf grad die Macke mit dem ständigen Abhauen hatte. Ich würde aber nie behaupten, dass es ein Fehler war. Ich wusste es nur einfach nicht besser. Zitat: >>Meiner Meinung nach ist auch das Konzept von Philipper kein Allheilmittel. Die individuelle Strategie in der Kommunikation kann auch aus mehreren Ansätzen zusammengesetzt werden.< < Und da bin ich ganz anderer Meinung. Ich will nicht behaupten, dass bei der Durchführung der Trainingseinheiten eventuell nicht alles 100% ok ist. Ich selbst hatte anfangs Probleme mit dem Einsatz des Vibrators am Hals von Timmi. Da hatte ich direkt meine Bedenken und Abneigung kundgetan. Seine Erklärung für den Einsatz war für mich allerdings einleuchtend und die Benutzung dann tatsächlich auch sehr kurzfristig. Aus heutiger Sicht würde ich trotzdem sagen, muss nicht sein. Aber es geht bei der individuellen Strategie in der Kommunikation nicht um die verschiedenen Möglichkeiten. Man muss es einen Schritt VORHER sehen. Aus welcher Basiseinstellung heraus kommuniziert man mit dem Hund!! Das ist das A und O bei Ulvs Konzept! Wie sieht man seinen Hund, als Befehlsausführenden Untertan oder als gleichberechtiges Lebewesen, der geführt werden will!? Zitat: >>Wobei die Denkansätze bei Philipper schon super sind. Schade eigentlich, dass jemand einem sowas erzählen muss. So schwer ist es auch nicht, darauf zu kommen.<< Schwer ist es wirklich nicht und viele kommen auch auf diese Einstellung. Aber (leider) nicht in Verbindung mit dem Hund! Man kommt viel eher von selbst darauf, wenn man an seine Mitmenschen denkt. Das Buch trägt ja den Untertitel „Für Chefs, Mitarbeiter und Hundehalter“. Sein Buch zieht ja entsprechend auch die Paralellen: Zitat: „In dem Buch werden zwei offensichtlich unvereinbare Themen zusammengeführt. Durch die Übertragung humaner Führungsgedanken auf die Hundeausbildung entwickelt sich eine unerwartete neue Perspektive, die in beiden Welten bisher unerkannte Konfliktauslöser sichtbar macht. Sowohl in der Beziehung zwischen Mensch und Hund als auch in Unternehmen und im Wirtschaftsleben geht es stehts um die Wahrnehmung des Gegenübers. DOG Management steht für eine Führungskultur in der Wirtschaft, aus der aufrichtige und wechselseitig geprägte Beziehungen hervorgehen - so wie im Idealfall bei Mensch und Hund jetzt auch zwischen Chef und Mitarbeiter.“

    Heiko · 9. Januar 2018 um 9:20

    Der Mario ist das beste Beispiel für einen Philipper Anhänger!
    Es gibt für alles eine Erklärung und es wird absolut keine andere Meinung zugelassen!!
    Das kann doch nicht richtig sein.
    Selbst Franziskas Aussage aus jeder Erziehung das Beste für sich in Anspruch zu nehmen, ist für Mario auch nicht richtig!
    So eine Einstellung halte ich für absolut gefährlich und auch sehr engstirnig!!
    Aber genau diese Kundschaft möchte Philipper auch haben und keine kritisch denkenden Hundebesitzer.
    Und wenn ich dann lese, das ein Vibratorhalsband (Strom, Sprüh ?)eingesetzt wurde aber immer von Philipper gepredigt wird es gibt weder positive noch negative Erziehung, da fehlen mir echt die Worte!

Franziska · 9. Januar 2018 um 10:04

Weißt du Heiko, wenn man in der Öffentlichen steht, so wie Ulv Philipper, kann man sich die Leute nicht aussuchen, die über einen reden oder einem folgen. Ich bezweifele, dass er irgendwelche Jünger sucht, die ihm blind folgen. Ich glaube, er möchte eher Anregungen für einen anderen Umgang zwischen Mensch und Hund geben. Das kann nicht immer klappen, denn seine Theorie oder Methode basiert auf persönlichen Erlebnissen und die kann man nie 1 zu 1 an jemand anderen weitergeben. Dazu sind unsere individuellen Erfahrungs-Backgrounds einfach zu verschieden.

Und Mario, ich finde schon, dass man hier von Fehlern reden kann. Unsere Gesellschaft vermeidet das Wort Fehler gern, weil die Menschen Probleme haben, sich Fehler einzugestehen. Ich persönlich sehe Fehler als absolutes Geschenk an. Denn nur, wenn man sie erkennt hat man die Chance, sich zu verbessern. „Du wusstest es nicht besser“ gibt mir vielleicht ein gutes Gefühl, bringt aber nicht die schmerzvolle Erkenntnis, die mich dazu bewegt, Dinge zu verändern. Der Umgang mit Fehlern und Versagen ist in unserer Gesellschaft so weichgespült, dass sich kaum einer noch aus seiner Komfortzone heraus wagt. Keiner will Fehler machen, weil dann mit dem Finger auf einen gezeigt wird. Also, für mich ist ein Fehler, ein Fehler! Das darf man dann auch ruhig so nennen.

Glückwunsch noch an Pedi, die einen so tollen Bericht geschrieben hat, dass diese Diskussion hier stattfindet. Deine Besucherzahlen auf der Website dürften ja durchs Dach gehen. 😊

    Juna · 11. Januar 2018 um 8:10

    Hallo zusammen,

    Wahnsinn!! Super!! die Hirne rauchen!! :))) das ist gut – und ich freue mich, dass sich der Umgang miteinander hier im Blog aus meiner Sicht wirklich geändert hat. Danke an alle, dass wir uns jetzt hier mit mehr Akzeptanz und Respekt unterhalten können!

    Danke auch für eure Anteilnahme an meiner Geschichte!

    Was hier zu einzelnen methodischen Anteilen bzgl. Vibratorhalsband, Sprühhalsband, Dosen etc. aufgeführt wird: für mich ist auch hier die Frage, was ich damit mache und wie ich es einsetze. Grundsätzlich finde ich jeglichen Schmerzreiz als absolut kontraproduktiv fürs Lernen oder gute Kommunikation und positive Beziehung. Aber ich empfinde „herrische Kommandos“ oder die innere Einstellung ‚du hast zu tun, was ich will‘ oder ‚du bist so beschränkt, dass ich dir jetzt zum 150sten Mal sagen muss, dass du sitzen bleiben musst‘ ebenso als „Schmerzreiz“ – auf psychischer Ebene. Es macht den Hund „klein“ und das erzeugt im besten Fall Widerstand und Ausbruch, manchmal auch Depression. (Bei Pferden wird häufiger Depression beobachtet als Aggression, was ev. daran liegen könnte, das Pferde grundsätzlich weniger Aggressionsanteile haben, weil sie keine Beutegreifer sondern Beutetiere sind; in der Pferde-Szene läuft nämlich die gleiche schrecklich Missachtung dieser Lebewesen, wie in der Hunde-Szene! Hier wird fast nur mit Starkzwang und Schmerz trainiert – und Pferde haben keinen Schmerzenslaut!!! Sie können nicht mal „sagen“, dass ihnen Schmerz zugefügt wird!) Wir müssen uns also vielleicht eher versuchen darüber klar zu werden, was HINTER unseren jeweiligen Aktionen steht: möchte ich begrenzen, beherrschen, mich durchsetzen, gewinnen, kontrollieren …? Oder möchte ich etwas aufzeigen, was für den anderen wichtig – überlebenswichtig ist?

    Unsere Hunde waren immer auch Jagdhunde und haben ihre jagdlichen Einsätze gehabt. Wir haben tatsächlich das „Wunder“ des jagenden und des auch nicht-jagenden Hundes erfahren!! Wir hatten einen Brackenrüden, der nachts mit meinem Mann durch den Wald ging, OHNE Leine versteht sich, und egal ob Rehe, Wildschweine, Füchse oder Hirsche in der Nähe waren oder aufgeschreckt worden sind durch die beiden, der Hund fragte immer mit einem Blick zu meinem Mann: „was tun wir?“ und wenn mein Mann den Kopf geschüttelt hat, taten beide nichts, als einfach leise weiter zu gehen. Dieser Hund lag beim Ansitze frei unterm Hochsitz. Gleichzeitig konnte er aber auch zum Stöbern animiert werden – und das tat er sehr gern und mit viel Engagement und Erfolg! Ich bin heute immer noch tief beeindruckt davon: ein Hund – und was er kann, wenn ich bereit bin, ihm zu vertrauen, an ihn zu glauben und ihn als ebenbürtig zu betrachten.

    Triebe: wir haben Triebe, angeborene reflexartige Reaktionen auf bestimmte Reize. Je jünger wir sind, desto weniger können wir diese Triebe regulieren und kontrollieren. Erwachsen werden bedeutet aus meiner Sicht für Menschen und Hunde (und viele andere Spezies auch), die Triebe „sozialverträglich“ kontrollieren zu können. Ich nenne es Impulskontrolle. Ein kleiner Welpe schnappt in alles rein, was ihm vor die Nase kommt – er hat noch keine Impulskontrolle. Aber er MUSS lernen, nicht in alles reinzubeißen, was ihm vor die Schnauze kommt! Ein kleiner Welpe rennt allem hinterher, was sich von ihm fortbewegt, aber auch hier MUSS er lernen, dies nicht zu tun. Die Triebe sind da und die Kontrolle der Triebe wird erlernt. Wenn wir einem Lebewesen aber schon von vorneherein absprechen, dass es seine Triebe und Impulse kontrollieren kann, wird es schwer sein, Impulskontrolle zu verlangen und zu schulen / trainieren. Ich habe aus verschiedenen Studien folgende Infos: ein jagendes Wolfsrudel oder Löwenrudel lehrt die Jungtiere, die zum ersten Mal mit dabei sind, offensichtlich durch Vormachen, wie eine Jagd erfolgreich sein kann. Prescht dann das Jungtier doch voran und die Jagd mislingt aufgrund dessen, ist die Konsequenz mehr als schmerzlich. Sie ist u. U. lebensbedrohlich – für alle! Dennoch wird dieses Jungtier nicht bestraft, sondern eher getröstet: damit es nicht den Mut verliert und wieder mitmacht beim nächsten Mal – und besser macht! Es wird von allen liebevoll angedubbst, geleckt, freundlich behandelt. Das ist natürliche Führungsqualität aus meiner Sicht: Vertrauen haben in die Fähigkeiten des Anderen und ihn selbst erfahren lassen, was wichtig für alle ist. Wenn wir selbst als Kinder aber oft erfahren haben, dass wir für unsere „Fehler / Fehlleistungen“ bestraft wurden, – „siehste! hab ich dir doch gesagt!“ oder „pass doch auf!“ oder „Mensch, das ist doch gefährlich, bleib jetzt hier!“ u.s.w. -, dann wird es für uns schwer sein, selbst als Führender nicht das gleiche Muster fortzuführen und andere, die Fehler mac

nelkenelfe · 8. Februar 2018 um 11:11

Hallo in die Runde,

ich habe in der letzten Stunde alle Kommentare studiert und finde es total spannend!! Einige Ansichten, Äußerungen und Erfahrungen empfinde ich als sehr anregend und inspirierend. Ich habe im letzen Jahr von Ulv Philliper zum ersten Mal gehört, weder sein Buch gelesen noch Seminare besucht. Grundsätzlich sind wir sehr offen für seinen Denk- bzw. Führungsansatz. Wir stehen absolut hinter der Philosophie der Bedürfnisgleichheit von Mensch und Hund als soziale Lebewesen (selbst in unseren Hühnern sind ähnliche soziale Bedürfnis zu erkennen), werten psychischen Druck als gravierender und lehnen Dominanz und Kontrolle ebenfalls ab. Dennoch geraten wir an Grenzen. Ich würde gern fragen, weil es im Netz so viele unterschiedliche Äußerungen dazu gibt: werden denn nun Sprühhalsband, Schütteldose etc. eingesetzt? Widerspräche das nicht dem Ansatz der „freien Entscheidung“ ? Ich hatte in einem Hundeforum einmal gelesen, dass dem Hund vermittelt wird, dass es nur in der Nähe seines Menschen sicher ist. Erreiche ich das, weil ich eben auf solche Hilfsmittel zurück greife? Ich habe wie gesagt keine fundierten Kenntnisse über die „Methode“, die ja wahrscheinlich auch keine richtige Methode im klassischen Sinn ist. Man liest nur sehr zwiespältige Erfahrungsberichte. Wie es sich auch hier in der vorangegangen Diskussion gezeigt hat: total überzeugte positiv argumentierende Anhänger oder das andere extrem, aber so gut wie nichts dazwischen. Ich würde mich sehr freuen, über einen Austausch auf einem Blog bzw. einer Gruppe, auch ohne dass ich Seminare besucht habe bzw. das Buch gelesen habe.

Nun noch eine ganz konkrete Frage, die sich mir beim Lesen der Kommentare aufdrückte: Als Hund-Mensch-Team empfinde ich und auch unsere Hunde große Freude beim Lösen von gemeinsamen Aufgaben, wie Apportieren etc. Dabei kann ich doch aber auf Kommandos nicht verzichten, oder? Wären dann Beschäftigungen dieser Art ein Widerspruch im Führungskonzept von UP?

Ich freue mich auf regen Austausch egal in welcher Form.

    Mario Anastasini · 8. Februar 2018 um 13:55

    Hallo Nelkenelfe,
    wenn du gerne etwas Seriöses über Ulv Philippers Konzept erfahren möchtes, dann schreibe mich bitte einfach an: anastasini(at)kabelmail.de.
    Ich mache es nicht mehr hier öffentlich, weil hier nur lauter hasserfüllte Unwahrheiten geschrieben werden und es in völlig unnötige und unsachgemäße Diskussionen ausartet.
    LG
    Mario

    Juna · 10. Februar 2018 um 15:44

    Hallo Nelkenelfe, (welch netter Name ;)) )

    du hast am Ende eine sehr interessante Frage gestellt, auf die ich gern eingehen möchte:

    Wenn du überlegst, du hättest ein Mensch-Mensch-Team und alle beteiligten Personen hätten Lust, etwas miteinander zu machen, wie würdest du dir wünschen, dass es abläuft?

    Ich persönlich habe schon als Kind die Lust verloren, wenn ein anderes Kind sich zum Bestimmer aufgespielt hat und alle rumkommanadiert hat. Ich bin dann einfach gegangen. (Das machen viele Hunde übrigens auch – sie lassen ihre Halter einfach stehen. Und diese Halter rufen dann auch noch 5 Mal hinter ihrem Hund her „Bello, nu komm endlich!“ Ein charakterstarker Hund wird diesen Menschen da hinten nicht als führend erleben!)

    Wenn aber die Gruppe gemeinsam bestimmte Regeln anerkennt, – z. B. wie bei diversen „alten“ Kinderspielen, wie „Fangen“, „Räuber und Gendarm“, dann funktionert das meist recht gut! Alle sind eigenverantwortlich und halten die Regeln selbständig ein, weil diese Regeln dem Spiel dienen und dieses Spiel einfach Spaß macht. Und diejeinigen, die diese Regeln immer wieder brechen, fliegen irgendwann raus. Sie dürfen nicht mehr mitspielen.

    Das Prinzip ist also nicht Kommando und Kontrolle, sondern Gemeinschaft, Verantwortung und Konsequenzen tragen. Ein natürliches Prinzip, was bei allen sozial lebenden Tieren besteht. kein Wolf kommandiert einen anderen … Kommando ist bei Menschen entstanden für Situationen, in die sich Menschen nicht freiwillig begeben würden … Damit Kommando funktioniert, müssen die Strafen drakonisch sein. Daran scheitert der Hundehalter, der nicht bereit ist, seinen Hund so zu bestrafen, dass dieser aus Angst das Kommando ausführt. Natürlich gibs es das leider auch!!!

    In der Kindererziehung gibt es diese wunderbare Formulierung: das Kind die natürliche Folge erleben lassen – nicht strafen, nicht loben. Strafen und Loben sind einfache manipulative Mechanismen. Natürliche Folgen eintreten lassen, schult Verantwortung, erzeugt Einsichten, zollt dem Kind Respekt.- es gibt dem Kind die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen und das Ursache-Wirkung-Prinzip zu erfahren. Es lässt das Kind wachsen, stark werden und Verantwortung übernehmen. Leider wachsen viele Kinder im Kraftfeld von Kondotionierung auf. Aus meiner Sicht gilt das Gleiche für Hunde…
    Ein gutes Bespiel ist Rechnen lernen. Im Kommandoprinzip würde das Rechnen lernen so funktionieren: „Karlchen, 7×7 = 49. Das musst du dir merken! Wenn du dir das merkst, bekommst du einen Bonbon. Wenn du mir eine andere Antwort gibst, wiederholen wird das 150x, damit du dir das merken kannst“. (Und in der Art steht es noch heute in Hundebüchern!!!! ‚Der Hund benötigt bis zu 150 Wiederholungen um das Kommando „Sitz“ sicher zu erlernen‘).

    Hier ist einfach das Prinzip falsch – um eine Fähigkeit zu erlernen, MUSS das Individuum Erfahrungen gemacht, Lösungswege beschritten und die einzig sinnvollen Lösungen gefunden haben. Erst dann kann ein Individuum eine Fähigkeit haben – denn fähig zu sein bedeutet: etwas nach einem bestimmten Muster zu tun, weil es erfahren wurde und so ausgeführt sinnvoll ist. Ein Kommando ist niemals so erlernt worden. Ein Kommando schult Abhängigkeit und erzeugt oft Widerstand.

Heiko · 8. Februar 2018 um 12:48

Hallo Nelkenelfe,
ja Herr Philipper benutzt Schütteldosen, Sprühhalsbänder, Moxonleinen usw.
Und ja Herr Philipper polarisiert, deshalb gibt es auch fast nur Anhänger oder Gegner seiner Erziehungsmethode!!!
Ich bin ja bekennender Gegner!
Wenn du etwas positives über seine Erziehungsmethoden hören möchtest kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da musst du dich an eine der anderen Personen aus diesem Chat wenden!!
Ich kann dir nur empfehlen eine andere Hundeschule zu besuchen, die nach der guten, alten Belohnungsmethode arbeitet.
So eine Hundeschule hat es nicht nötig mit Hilfsmitteln wie oben genannt zu arbeiten, da diese bei einem Hund der ein vielleicht nicht sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein hat viel Schaden anrichten können!!
Natürlich werden dir die Philipper Fans sagen, dass es natürlich darauf ankommt wie man diese Hilfsmittel einsetzt aber das ist für mich ein totaler Schwachsinn!!!
Wie von mir, in einem der obenstehenden Kommentare beschrieben, arbeitet die Hundeschule Philipper nach einem ganz einfachen Prinzip verkauft dies aber mit gaaanz viel Psychologie Geschwafel!!
Hundeerziehung ist ein großes Stück Arbeit und nimmt auch viel Zeit in Anspruch! Dies macht ja allerdings auch Spaß und festigt die Beziehung Hund Mensch!
Alle Erziehungsmethoden die mir einen ganz schnellen und perfekten Erfolg versprechen sind nicht seriös!!!
Vor allem nicht dann, wenn sich eine Hundeschule unter anderem durch Seminare, an denen man auch noch ohne Hund teilnehmen soll, bereichert!

LG
Heiko

Heiko · 8. Februar 2018 um 14:46

Hallo Mario,

hoffe wirklich für dich, dass der Philipper dir für deine Mühen auch ein anständiges Vermittlungshonorar bezahlt!
Anders kann ich mir dein wirkliches unreifes Verhalten hier nicht mehr erklären!!

Für Nelkenelfe und alle anderen noch nicht völlig verblendeten:

https://www.dogforum.de/index.php/Thread/222918-Training-nach-dem-Konzept-von-Ulv-Philipper/?pageNo=1

Gruß
Heiko

https://www.dogforum.de/index.php/Thread/222918-Training-nach-dem-Konzept-von-Ulv-Philipper/?pageNo=4

Mario Anastasini · 8. Februar 2018 um 15:56

Heiko,
hör doch endlich auf mit diesen Beleidigungen und mit der Verbreitung von Unwahrheiten. Und was du da als Link gepostet hast, geht so richtig voll in deine Richtung. Nämlich die völlige Unwissenheit von Forumsleuten verbreiten, die in keinster Weise begriffen haben, was und wie etwas angewendet wird. Da steht so viel völliger Unsinn drin. Schlussfolgerungen ohne jemals etwas vom Konzept erfahren zu haben. Einfach, weil keiner seine Scheuklappen ablegt und andere Sichtweisen akzeptiert. Vergleiche von Trainingseinheiten mit solche der klassischen Erziehungsmethode zu machen ist da völlig fehl am Platze. Das geht überhaupt nicht. Nur begreift das anscheinend keiner. Und sorry, du am wenigsten.
Lass doch einfach diese böswillige Hetze sein (was anderes ist das schon nicht mehr!) und lass die anderen Interessierten sich mal informieren und selbst entscheiden.

    Heiko · 9. Februar 2018 um 8:02

    Hallo zusammen,

    natürlich soll sich doch jeder seine eigene Meinung bilden!
    Aber warum ist es denn “ böswillige Hetze, Beleidigungen usw. wenn ich meine Erfahrungen mitteile!?

    Was ist denn los, dass man keine Kritik äußern darf?

    Ich finde die Diskussion und Meinungen der Hundebesitzer aus dem relativ aktuellem (von August 2017) Dogforum sehr passend und auch überzeugend!

    Und so einige Sätze daraus beschreiben wirklich genau das, was ich auch denke!!
    Scheine also glücklicherweise mit meiner Meinung nicht alleine dazustehen!!

    Hier noch ein paar sehr zutreffende Zitate:

    solange Menschen ihre Gurus suchen, die ihnen den gehorsamen Hund versprechen, wird es Jünger geben, die blind nachlaufen. Leider

    Ich habe mich längere Zeit mit einem Hundetrainer unterhalten, der seinen Hund bei Philipper nach dessen Stop-Konzept erzogen hat. Er hat mir relativ offen erklärt, wie das aufgebaut ist.
    Sein Hund wirkte wie eine Marionette, traf gar keine Entscheidungen mehr und erschien irgendwie „unecht“.

    Wie schon andere anmerkten, ist das Leine hochziehen und den Hund so lange (leicht) würgen bis er sich hinsetzt und dann loslassen eine uralte Methode. Kann man in ganz altertümlichen Erziehungsbüchern nachlesen.
    Alt neu aufgelegt, sozusagen. Offensichtlich gibt es auch immer wieder ein Klientel, dass genau auf diesen Zug aufspringen möchte. Die Trainer verdienen immerhin gutes Geld damit.

    Die Hunde sind ein „Produkt des Halters“ und dieser ist intellektuell völlig überdreht und ‚durch den Wind‘, ein Alpha-Mensch durch und durch, ein Besserwisser dazu, der dieses Handwerk nicht versteht und für sich auslegt.

    Die Hunde haben keine eigene Persönlichkeit mehr, die ist gebrochen.
    Sie sind krankhaft auf den Halter fixiert und hyperaktiv.
    Die Tiere tun mir leid und zu dem Halter fehlen mir die Worte.

Juna · 9. Februar 2018 um 22:21

schade – nun ist es wieder „versiegt“ das begonnene Gespräch …

Heiko: du sprichst hier immer nur über andere. Oder zitierst andere. Was glaubst du? Welche Ideen vertritts du? erzähl doch zur Abwechslung mal was von dir! Erzähl uns doch mal, wofür du brennst, wofür du dich begeisters in Bezug auf Hunde – Beziehung!

Nelkenelfe:
bin auch gern bereit meine Erfahrungen und Einschätzungen zu teilen: klararissa12@gmail.com

Mario: danke, melde mich

Heiko · 10. Februar 2018 um 8:26

Hallo Juna,
finde es auch sehr schade, dass der Mario sich zurückzieht!
Kann es mir eigentlich auch nicht erklären!
Aber er schreibt ja auch in seinem letzten Kommentar nur noch zynisch!
Ein klarer Fall von keine Argumente mehr!
Oder wie siehst du das?

Was genau möchtest du wissen, Juna?
Bin gerne bereit zu erzählen!
LG
Heiko

Juna · 10. Februar 2018 um 10:57

Heiko – wenn du meine Einträge gelesen hast, weißt du, dass ich selbst sehr gute Erfahrungen mit Ulv Philipper gemacht habe und von seiner Sichtweise der Führung von Hunden absolut überzeugt bin.

Das „schade“ bezog sich darauf, dass sich der Ton hier wieder in diese negative Richtung bewegt hat – also auch auf DEINEN Eintrag.
Wenn du Mario sagst: „hoffe wirklich für dich, dass der Philipper dir für deine Mühen auch ein anständiges Vermittlungshonorar bezahlt!“
finde ich das diffamierend und beleidigend!

… tut mir leid, aber deine Art zu „diskutieren“ schätze ich nicht sehr

    Heiko · 10. Februar 2018 um 14:56

    Hallo Juna,
    hallo Mario,
    wir drei sind ja nunmal die Einzigen hier die tatsächlich in der Hundeschule Philipper waren und dort Trainingsstunden mit unseren Hunden genommen haben!
    Ihr beide seid absolut überzeugt und Fans und ich bin absoluter Gegner und halte diese Art der Erziehung für sehr, sehr fragwürdig und auch nicht artgerecht!
    Ich denke keiner von uns drei wird seinen Standpunkt ändern.
    Wir versuchen halt die anderen aus diesem Block von unserer Meinung zu überzeugen.
    Das ist natürlich sehr schwierig wenn man es selber nicht erlebt hat.
    Deshalb verstehen mich hier auch die meisten nicht.
    Was ich so geschrieben habe hört sich natürlich alles schon sehr extrem an, ist es aber auch tatsächlich gewesen.
    Es gibt unzählige Hundeschulen aber ich habe bisher von keiner dieser Hundeschulen so gegensätzliche Aussagen, wie von der Hundeschule Philipper gehört. Warum ist das so?
    Ich kennen die Antwort schon! Wer mit der Erziehungsmethode Philipper nicht klarkommt hat diese nicht verstanden!!!
    Dieses Totschlagargument ist natürlich von Herrn Philipper sehr schlau gewählt worden. Es macht erstens die Stolz, die seine Anhänger sind , die sind ja nunmal so schlau das Prinzip verstanden zu haben und alle anderen sind halt nicht clever genug gewesen!

    LG
    HEIKO

Juna · 10. Februar 2018 um 16:17

Heiko,
nein, ich habe schon sehr viel weiter oben geschrieben, dass ich nicht glaube, dass jemand zu blöd ist – ich glaube, dass wir Menschen in erworbenen, gelernten Denk- und Fühlmustern verhaftet sind. Dass wir an vielen Stellen unbewusst reagieren.

Für mich ist es wichtig und gut mich mit meinen Mustern zu beschäftigen. Es macht mich freier und authentischer. Du nennst das weiter oben „da ist sie endlich wieder die völlig tiefgreifende, hoch psychologische Erklärung für Philippers Trainingskonzept oder besser gesagt, wie verdiene ich sehr viel Geld durch wenig Anstrengung, Konzept!“ – für mich hat das zunächst überhaupt nichts mit UP zu tun. UP ist einer, der mir an einer bestimmten Stelle in meinem Leben Anstöße gegeben hat, mich zum Nachdenken gebracht hat. Über seine Gedanken bin ich auf Muster in mir gestoßen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden – ich versuche in meinem Leben mehr und mehr bewusst zu reagieren und herauszufinden, was mich triggert. Immer, wenn ich merke, dass ich sehr emotional werde, weiß ich: hier liegt was begraben. Wenn ich in anderen Menschen etwas sehe, was ich sehr störend und falsch finde, weiß ich: hier muss ich mal nachspüren, was das mit mir zu tun hat.

Der einzige Vorwurf, den ich persönlich dir machen würde, ist: du machst hier im Chat oft andere für etwas verantwortlich, was in dir drinnen passiert, für deine Gefühle. Was z. B. ist es, dass dich so wütend macht? hat das wirklich was mit UP zu tun, mit Mario, mit mir??? was triggert dich so?
Wenn du bereit bist, Verantwortung für deine Gefühle zu übernehmen und anzuerkennen, dass es DEINE GEFÜHLE sind, könntest du freier argumentieren und mehr am Thema bleiben. Du müsstest niemanden hier beschimpfen und beschämen – weder UP noch Heiko noch Sarah oder mich

Heiko · 10. Februar 2018 um 16:46

Liebe Juna,

Natürlich liegt etwas begraben, wenn man emotional reagiert, nämlich meine sehr schlechten Erfahrungen mit der Hundeschule Philipper die damit endete, dass unser bissig gewordener Hund eingeschläfert wurde!! 
Und wütend machen mich Leute, die mir Engstirnigkeit vorwerfen aber selber kein Stück von ihrer eigenen Meinung abweichen! 
Wenn man sich den gesamten Verlauf des Chats einmal anschaut sind doch Marios Kommentare gegen mich mindestens so wütend wie meine gewesen!
Mario, was macht dich denn so wütend? 

Mir ist das auch alles viel zu tiefgreifend!
Wir diskutieren hier doch über einen Bericht von einem der Philipper Seminare!
Nachdem alle ziemlich euphorisch ihre Kommentare dazu geschrieben habe, habe ich auch meine Meinung dazu gesagt!
Jetzt über meine Gefühle zu diskutieren geht doch ziemlich am Thema vorbei!

LG
Heiko

> Gesendet: Samstag, 10. Februar 2018 um 17:17 Uhr

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 0:45

Hallo liebe Diskussionsteilnehmer,

ich weiß gar nicht warum, aber ich bin nach einigen Monaten wieder auf diesen Artikel von Pedi gestoßen, da ich mich gefragt hatte, ob sie wohl (da ich sie aus einem anderen Netzwerk kenne) mit dem Konzept weiter gemacht hat.
Dem scheint wohl nicht so zu sein?

Aber dann las ich mir doch die Diskussion hier durch und würde mich da gerne sehr wertneutral zu äußern, ohne jetzt in die hitzige Diskussion zwischen Heiko und Mario einsteigen zu wollen.
Einfach weil ich denke, dass da Emotionen hoch kochen, die weder helfen noch wirklich das beleuchten was beide Parteien vielleicht (unterbewusst) wirklich sagen möchten? Wie dem auch sei…
Ich habe die Schulung (mein Hund nicht, denn wie ich lernen durfte, konnte er erstaunlich viel, wenn nicht alles, bereits) durchlaufen und habe nun diesen „Partner“ an der Seite, von dem mit Verlaub, die meisten konventionellen Halter nicht mal eine Ahnung haben, wie tief die Bindung und das Vertrauen werden kann, wenn man eben an sich und nicht am Hund arbeitet.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung, da ich immer wieder völlig ungläubige Blicke ernte, wenn mein völlig entspannter Hund mit mir durch die Großstadt latscht und selbst die ach so „anti-konformen“ Punks ihre Hunde 5 Mal anpampen an der Ampel gefälligst „Sitz“ zu machen… und mein Hund guckt mich nur an und setzt sich hin… da es länger dauern könnte.. und erntet ein verschmitzes lächeln von mir, und ich bekomme ein Augenblitzen zurück.
Nicht weil ich ihm das gesagt habe, nicht weil ich ihn zu irgendeinem Zeitpunkt gewürgt habe (zumindest nicht nach der Methode von Philippers) oder weil er dafür eine Belohnung in Aussicht gestellt bekommt. Aber dass nur als kleiner Abriss. Ich versuche mal alle erwähnten Punkte, wo es ja scheinbar immer wilde Spekulationen gibt, so gut es geht (wie gesagt wertfrei und wahrheitsgetreu) zu erläutern.

1. Die Schulung von Philippers ist für den Menschen mit einem erheblichen Umdenken verbunden. Die Vermittlung an den Menschen dauert nun mal mehrere Stunden, da auch immer viele Fragen aufkommen, die ja auch ausführlich beantwortet werden. Kritische Fragen sind dabei ausdrücklich gewünscht (und auch ich hatte als neugieriger Geistviele. Und viele Antworten haben mir zu Anfang ehrlicherweise nicht gepasst, weswegen ich zwischendurch auch monatelang keinen Kontakt zu Philippers hatte→ in der Zeit bekam ich weder Anrufe, noch Nachfragen, ob ich denn nicht bitte weiter machen wollte, wäre mal wieder Zeit für die nächste Stunde o.ä. Erst als ich durch eigene Beobachtungen, durch Erfahrungen mit meinem Hund an einen Punkt kam, meine eigenen Schranken im Kopf zu überwinden, haben wir ich den nächsten Schritt gemacht.)

Und auch nach monatelanger (unbezahlter) Zeit, die mir seeehr viel, ihnen aber nicht einen Cent gebracht hat, sind Ulv und seine Frau, ggü. mir und den mind. 30 anderen Kunden, die ich mittlerweile kenne, niemals ausfallend oder beleidigend geworden (nur zu dem Punkt, das Konzept basiere auf Manipulation oder irgendeiner anderen erzwungenen Abhängigkeit), obwohl ihnen wohl nicht nur einmal heftigste Kritik entgegen geschlagen ist. Denn auch bei uns Menschen gilt: Bereitschaft kann man nicht erzwingen.
Sie stellen zugegebenermaßen manchmal Fragen, die einen treffen, weil sie dahin gehen, wo es wehtut: an unser Ego (bzw. daran wie man denkt, Dinge eben zu laufen haben und diese dann in Frage gestellt werden. ACHTUNG: wackelndes Weltbild.)

Zurück zu dem Punkt, dass besonders der Start erst mal ohne Hund ist. (In den Sommermonaten war mein Hund übrigens ein gerngesehener Gast, wenn wir im Garten saßen und er (mein Hund) konnte tolle Sachen zeigen: das wäre aber in der Anfangszeit völlig sinnlos gewesen, da man wirklich als Mensch nur an sich arbeiten muss und der Hund unser neues Verhalten noch nicht wirklich erprobt hat.)
Besonders die ersten Schritte der Praxis sind wirklich so einfach und eigentlich „Idioten“-sicher, dass es völliger Quatsch wäre, wenn ein Hund dafür 5 Stunden in einem Raum dabei sein müsste. Man steigt ja auch nicht zu Beginn der Fahrschule direkt in ein Auto – man lernt erst mal ganz grundlegend die Theorie der Verkehrsregeln und des Fahrens an sich.
(Die ersten Stunden in meiner alten Hundeschule waren übrigens auch ohne Hund bzw. der lag in den Theoriestunden nur rum: mit dem Unterschied, dass er das damals nicht freiwillig tat, sondern durch Zwang (wozu ich auch dauerndes Auffordern und das in Aussichtstellen von Belohnung/Bestätigung zähle, da dem Hund hierbei völlig die Entscheidungsfreiheit genommen wird) abverlangt wurde.

2. Alle Begriffe, sowohl aus dem Buch und aus den Schulungen, sind nicht hochpsychologisch. Auf jedem 2. Hundeblog wird dagegen oftmals mit

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 0:48

Dingen wie „operante Konditionierung“, „Lerntheorie“ oder „positive, wie negative Verstärker“ herumfabuliert, die in der Auslegung oft von der tatsächlichen wissenschaftlichen Terminologien abweichen und damit beim jeweiligen Kunden oft nur Staunen hervor rufen oder eben „muss schon stimmen, hört sich ja total wissenschaftlich an.“
Oder es sind eben schon längst überholte Ansichten. (Dass z.B. Hunde nämlich nicht rein situativ handeln, sondern durch gezielten Einsatz ihrer Mimik, eine erlernte und erprobte Reaktion von uns Menschen bekommen, uns so manipulieren können–> dass ist nur eines der Bespiele, die in erster Linien nicht direkt mit dem STOP Konzept zu tun haben, aber von 99% der Hundeschulen gar nicht im Umgang mit dem Hund berücksichtigt werden.)
Alles wird in ganz normaler Sprache mit Alltagsbezügen vermittelt. Niemand braucht studiert zu haben, aber jeder hat Erfahrungswerte (egal ob bezogen auf den Hund oder aus einem andere Lebensbereich), mit denen man sehr logische, aber eben oft unbequeme Rückschlüsse ziehen kann.
–> Dies geht allerdings nur, wenn man eben davon ausgeht, dass wir uns alle gar nicht so unähnlich sind. Wenn man es nicht schafft, die Kontrolle abzugeben, dem Hund Vertrauen in eigene Erkenntnisse zu geben, wird man nicht die Erfolge haben, die man bei Veränderung der Sichtweise in Aussicht gestellt bekommt. Dann kann ich auch den oft durchscheinenden Frust verstehen, der oft bei kritischen Stimmen anklingt.
Wie ja schon in einem anderen Kommentar geschrieben, geht es dabei aber nicht darum (und da würde ich meinen kleinen Finger opfern, hätten Philippers jemals so etwas gesagt), dass jemand zu „dumm“ oder beschränkt wäre, STOP zu verstehen, sondern man steckt eben oft in alten Verhaltens- und Gedankenmuster.
Und entschuldigt, wenn ich auch das sagen muss: wer sagt jemand sei zu „blöd“ das Konzept verstehen, hat es leider auch nicht völlig durchdrungen. Denn damit spricht man jemand die gleiche Intelligenz wie man selber ab, man erhebt sich über ihn und sieht nicht, dass es ein anderer Wert an Erfahrung ist, der jemanden zu bestimmten Äußerungen treibt.

Daraus resultiert, dass wenn man sich einfach empathisch mit dem Hund verbunden fühlt, auf einer Ebene, bedarf es keiner hochpsychologischen Überzeugungsarbeit, dann reicht eigentlich das eigene Bauchgefühl. (Will ich mich ständig manipulieren, dadurch in meiner Entscheidungsfreiheit beschränken lassen, oder schließe ich mich demjenigen an, der mich fördert und eigene Entscheidungen treffen lässt.)
Im Gegensatz zu dem, was ich in der konventionellen Schulung vor STOP gelernt habe (wo es ausschließlich um den „technisch“ richtigen Verstärker ging – blöd nur, dass mein Hund mich, damit mein verbales Lob, meine körperlich Nähe, als auch Spielzeug und Leckerlis jeglicher Art völlig irrelevant fand, sobald etwas spannender war, obwohl wir alles monatelang, einiges über fast 2 Jahre in reizarmer Umgebung „geübt“ haben), das richtige Timing beim Einsetzen selbiger (eben auch bei „körpersprachlichen“ Methoden) klingt das immer erst mal irgendwie romantisch verklärt.
Die Vorstellung des Hundes, der sich uns freiwillig anschließt, dabei fröhlich ist, mit uns rumkaspert (ohne Leckerlis, Ballschleuder oder gekünsteltes Sozialspiel) und die Verbindung zu uns am wertvollsten erachtet und dafür jeder Gelegenheit nach Ärger (wir hatten früher teilweise Beißereien bis aufs Blut) oder dem Aufbau von Distanz („Jagdausflüge“, „Hormon-Kasanova-Trips“ etc). absagt, ist eben schwer vorstellbar, weil in der Allgemeinheit der Hundeszene eine andere „Normalität“ propagiert wird. Was aber eben nicht heißt, dass dies die ultimative Wahrheit ist.

3. Dann die Sache mit den Trieben, wo sich grade Menschen mit Hunden, die Jagdambitionen haben oft schwer tun, da es ja so schön einfach ist, diesbezüglich die Schuld in der kruden Genetik des Hundes und nicht bei sich selbst zu suchen, diese anzuzweifeln. Hierbei muss man glaub ich einfach mal den Unterschied zwischen Trieben und Instinkten sehen. Trieb wird immer als etwas „gott-gegebenes“ gesehen, dem der Hund völlig wehrlos ausgeliefert ist.
Seltsam ist nur, dass Hunde (genau wie Wölfe und andere Caniden) nicht mit dem manischen Verhalten auf die Welt kommen, was viele als „Jagdtrieb“ beschreiben. Sehr wohl aber mit einem Instinkt, der ihnen ein Gefühl für „über“-lebenswichtige Abläufe liefert. Für unsere Hunde ist es aber nicht überlebenswichtig… und auch „importierte“ Straßenhunde zeigen als Initialidee kein Hinterherhetzen mit Spurl

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 0:49

mit Spurlaut… hätten sie vorher so „gejagt“ hätten sie es nicht lange auf de Straße geschafft.
Äußert sich so etwas, ist das keine Überlebensstrategie, sondern die sprichwörtliche Mittelkralle.
Oftmals reicht dabei schon einmaliges ausprobieren, ob man den Menschen damit auflaufen lassen und sich damit Handlungsautonomie außerhalb der Gehorsams verschaffen kann, um es als erfolgreiche Strategie zu erdenken. So viel Planungsfähigkeit sprechen aber die meisten Menschen ihren Hunden leider ab.
Es ist dabei weniger böser Wille (obwohl ich auch das bei meinem Hund zumindest sehr gut beobachten konnte), sondern mehr der berechtige Ausbrauch aus der Fremdbestimmung.
Ja Hunde können Dinge leisten – müssen dies aber nicht tun. Und lernen sie, wie uneffektiv ihr Verhalten ist, selbst wenn sie in der Vergangenheit schon „Erfolg“ damit hatten, werden sie es einstellen. Ohne Strafe, ohne Belohnung. Nur durch eigene Überlegung, ob dies wirklich effizientes und damit sinnvolles Verhalten war. Würde man versuchen Dinge durch Zwang „abstellen“ oder den Hund zur „Besinnung“ bringen zu wollen, würde der Hund nur eines tun, nämlich genau das Gegenteil bzw. andere Möglichkeiten innerhalb unserer Kontrolle suchen, endlich seinen Willen durchzusetzen. Wie wir eben auch.
Weiter oben wurde ja schon beschrieben, dass z.B. in Wolfsfamilien auch keiner gestraft wird, wenn Jungtiere mal versuchen alleine loszuziehen. (Was übrigens von einer großen „Trainingsmethode“ großspurig propagiert wird, um das eigene Begrenzungsmodell zu verkaufen und auch erklärt warum sich bestimmte Dinge hartnäckig in den Köpfen halten.)

4. Damit komme ich zum Punkt der Methodik.
Ich kann wirklich verstehen, wenn einen das als „Interessent“ am meisten beschäftigt. Da ja überall anders eben nicht die (innere, ebenbürtige) Haltung dem Hund ggü. an 1. Stelle steht.
Und ja, da denke ich, ist es zumindest auf dem deutschen Markt ein Einzelfall, den Hund eben nicht als untergeordnetes Mitglied, das ausführen „muss“ zu betrachten und dies anhand vom möglichst taktgenauen Durchsetzen von Methoden erzielt wird.
Hunde als hochsoziale, durch Domestikation an uns gebundene Wesen, wie keine zweiten, nur danach zu beurteilen, welche „Methode“ die geeignetste ist, finde ich mittlerweile fast ein bisschen traurig: aber hier muss jeder selber an den Punkt gehen, eben nicht weiter zu kommen, und von sich aus ein Umdenken statt finden zu lassen (egal ob jetzt mit STOP oder eben allein durch das Hören auf das eigene Bauchgefühl).

Aber ich schwoff ab. Einige Sätze, nur zu Heikos Geschichte und den vielen Gerüchten, die auch in den Foren stehen, die er verlinkt hat.
Wenn alle diese Menschen, wirklich das als ihre Wahrheit empfinden, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir wirklich das selbe durchlaufen haben.
Als Hintergrung, kann ich gerne ein paar Sätze anführen, die mich von Ulv mit einer ,ihm fast ungewohnt etwas erhobenen Stimme, die letzten Jahre begleitet haben:
-„Nicht körperlich werden.“ (als ich bei dem Praxisteil an der Leine zuerst versucht habe meinem damals sehr ignoranten und an mir völlig desinteressierten Hund, per vermeintlich „hündischer“ Körpersprache einen wilden Tanz vorzuführen, ihn blockiert habe, und er weder eingeschüchtert war, noch beschwichtigt hat: es hat ihn einfach nicht interessiert. ) Erst als ich authentisch, (keine angepasste Körpersprache,) aus mir heraus agiert habe, aufgehört habe, ihn zu irgendwas zu bewegen fing er an, sich für mich zu interessieren. Durch Zwang wäre das niemals möglich gewesen… und das darf ich sagen, da ich vor STOP alles andere als zimperlich war und anderen, weniger selbstbewussten Hunde sicherlich psychisch großen Schaden mit dieser „konventionellen“ Art zugefügt hätte.
Bei meinem Rüden führte es aber nur dazu, dass ich mich in seinen Augen, durch die vermeintlich „hündische“ Sprache absolut lächerlich und handlungsunfähig machte. Er entschied sich immer öfter gegen mich: Die Strafe oder Belohnung war ihm völlig egal und nahm er gerne in Kauf, so lange er endlich ausbrechen konnte.
– „Wie redest du denn mit dem? Der ist doch nicht doof.“ (als ich versucht habe, ihn durch Pieps-stimmchen (ich habe für eine Frau ein relativ tiefes Organ) zu „bestärken“, anstatt ihm, mit meiner normalen Stimme, die er jeden tag im Umgang mit anderen Sozialpartner mitbekommt, ehrliche Anerkennung zu kommen lassen.

Schade finde ich dann immer, wenn jemand die Schulung begonnen hat und den Unterschied zwischen Lob/Strafe nach Aufforderung (extrinsischer manipulativer Verstärker – hier mal ein paar Fachwörter, die so von MIR stammen)

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 0:50

und der Befriedigung des Bestrebens des Hundes nach Anerkennung (das intrinsische Bedürfnis jedes Säugers sich mit den eigenen Fähigkeiten in der jeweiligen Gruppe einbringen zu können) anscheinend nicht wahrnehmen konnte.–> bitte nicht falsch verstehen: auch dies ist keine Frage des Intellekts.

– „Keinen Druck aufbauen. Der weiß ganz genau worum es geht. Es geht nicht im Schnelligkeit der Ausführung, sondern um deine Konstanz.“ Das ist eigentlich ein Satz, den ich öfter hörte, wenn ich mal wieder in die Falle tappte etwas vom Hund zu wollen, der sich aber verständlicherweise gegen diese Begrenzung (wie gesagt völlig egal ob positiv oder negativ verstärkt) wehrte.
Und ich denke darin liegt sowohl die Negativerfahrung, wie auch die verwirrenden Berichte, die über Philippers kursieren.
Denn wendet man einige der Methodiken mit Druck und Zwang an, enden sie in einer Katastrophe. Und da habe ich ehrlich gesagt Schwierigkeiten zu verstehen, wie man grad die Vorlagen zu Beginn missverstehen kann – aber jeder durchläuft da wohl einen anderen gedanklichen Prozess.
Es wird immer wieder und sehr explizit gesagt, dass man den Hund weder körperlich noch psychisch (durch anschreien, anstarren etc.) zu irgendwas bewegen soll. Ganz im Gegenteil, wird einem sehr deutlich gemacht, (und so ist auch meine Erfahrung) dass man dem Hund eine sehr entspannte Verhaltensweise zeigt. Und diese eben konstant wiederholt und nicht konsequent versucht ein Verhalten durchzusetzen.

Darf ich dich Heiko, evtl. fragen wann du da warst?
–> Hintergrund dieser Frage ist, dass Philippers (im Gegensatz zu vielen anderen Trainern) nicht stumpf an einer Methode (wie z.B. Rudeltheorien//Freifolge, Ressourcenmanagement//Futterbeutel) festhalten und bestimmte Dinge (wie z.B. die Rütteldosen, die sie vor mehr als 15 Jahren, als sie noch ganz konventionell Jagdhunde geschult haben) nach der Einführung von STOP nicht wieder als Mittel angewendet oder weitergegeben haben. Und das wird wohlgemerkt, ja immer noch im Fernsehen und große Franchises verkauft… auch dadurch geschädigte Hunde landen bei STOP.
Ebenso werden bestimmte Vorlagen immer noch optimiert und ständig dahin gehend weiter entwickelt, dass solche Missverständnisse wie Heiko sie offensichtlich erlebt hat, in der praktischen Umsetzung vermieden werden. Ich kenne wenig bis keine Trainer, die solche grundlegenden Dinge in ihrer Arbeit ständig anpassen.
Es ist also tatsächlich eine Unwahrheit, wirklich rein sachlich, wenn man behauptet bei STOP wird mit Starkzwang gearbeitet – wendet man die Methoden unter dieser Prämisse an, entspricht es weder dem Grundgedanken, noch wird dies von Phillipers unterstützt (Elektroschocker werden und wurden nie eingesetzt: dies weiß ich von Leuten, die noch vor 20 Jahren mit ihren Jagdhunden bei ihm, wie gesagt vor STOP, waren. Jäger waren/sind bei sowas oft wirklich nicht zimperlich und es gibt/gab daher keinen Anlass, diese Aussage anzuzweifeln).
Was man sagen kann: es werden handelsübliche Halsbänder (oder auch Geschirre, wenn man sich am Anfang noch nicht wohl fühlt, den Hund am Halsband zu führen), Schleppleinen, verstellbare Umhängeleinen, eine Schauleine (die aber an einem FADEN als Übermittler des eigenen Verhaltens dient; würde der Hund nur ein My an Druck auftreten lassen, reißt der Faden→ Ein Umgang alá Mr. Milan gibt es dabei in keinem Fall) und es wird auch für sehr kurze Zeit ein Sprüher verwendet. Das ist kein Geheimnis und sie verschweigen es auch nicht, spricht man sie gezielt drauf an. Auch nicht vor dem Seminar (von wegen hinterm Berg halten um mehr Teilnahmen zu verkaufen). Es ist aber so ein minimaler Teil, der in keinster Weise den Grundstock des Trainings ausmacht: Darum steht es (wie alle anderen Hilfsmittel) auch nirgends explizit: wie man ja auch hier, ließt führt das einfach direkt zu Missverständnissen, die sich nur im Dialog und durch kritische Nachfragen klären lassen.
Wenn man sich dann direkt dagegen entscheidet und einem die Antworten dahingehend, wie es eingesetzt wird, nicht passen geht man eben nicht hin. Fertig.
Wie ja dann auch überall steht, kann man ja auch zu „jedem anderen Trainer gehen, der die selben Methoden genauso, aber nicht so „werbewirksam“ anbietet.“
Please try and find out. Wenn es dann zum gleichen Ergebnis führt, haben alle gewonnen.

Aber dieses eine Hilfsmittel, wird auch erst verwendet, wenn man gedanklich so weit ist und es am Hund nicht mehr strafend einsetzen würde. (–> Da es aber wohl immer noch Kunden gibt, die sich
1. mit diesem einzelnen Hilfsmittel schwer tun, als auch
2. es immer wieder Leute gibt, die den Hund damit begrenzen, arbeiten sie grade daran, dies durch eine alternative Vorlage zu ersetzen. Sie reagieren dam

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 0:53

damit nicht auf Druck von außen (es ist nicht verboten in Deutschland damit zu arbeiten und ich sehe grade in Jagdhundeforen, ständig Hunde, die damit mal wieder den „Gehorsam“ aufgefrischt bekommen, da sie ja vermeintlich sonst gar keinen „Freilauf“ mehr bekämen), sondern darauf den Kunden eine bestmögliche Schulung zu bieten. Und wer an dem Punkt, wo es eigentlich zum Einsatz käme so starke Zweifel hat, wird weder vertraglich noch emotional genötigt es zu benutzen (sie vertreiben ebenfalls, auch im Gegensatz zu fast allen anderen Trainern die ich kenne, keine der Hilfsmittel, Futterbeutel, Merchandise etc.) sondern man kann immer nach Hause gehen bzw. so lange Fragen stellen, bis alle Antworten vorliegen (und jeder ist ja frei darin diese Antworten anzunehmen oder eben nicht – in keiner Stunde, in keinem Telefonat habe ich jemals Druck gespürt etwas umsetzen zu müssen.)

5. Bringt mich eigentlich zum mittlerweile lustigsten Punkt, den ich mir auch schon oft anhören musste: man unterschreibt bei Philippers weder eine Verschwiegenheitsklausel, noch bekommt man Geld dafür darüber zu sprechen.
Um ehrlich zu sein, wäre das bei so viel Anfeindungen (ja teilweise Drohungen, ich solle aufhören so etwas zu verbreiten, da sonst gerichtliche Schritte eingeleitet werden würden), die ich mir schon anhören musste, wäre das auch wirklich unbezahlbar…
Im Gegensatz zu anderen kommerziell wesentlich erfolgreicheren Mainstream VÖs, Methodiken oder Franchises, die oft mit „Dogfluencern“ oder anderen Medien zusammenarbeiten, leben Phillippers fast ausschließlich von Mund-zu-Mund Werbung. … Dass Mensch-Hunde Teams wie wir eben rum laufen und die Leute wirklich verwundert fragen, wie wir das gemacht haben.
Berichte darüber sind rar. Und das hat oftmals genau einen Grund: am Anfang ist man noch sehr euphorisch, aber letztlich wird man müde immer wieder die selben Fragen zu beantworten und dennoch Böswilligkeit, Sektentum oder Verkaufsförderung unterstellt zu bekommen.
Und man freut sich dann irgendwann einfach über das entspannte Zusammenleben und lässt die anderen eben machen.
Wie gesagt: man kann niemanden dazu zwingen diesen Weg zu gehen. Man muss es wollen.

Das Gerücht hält sich aber leider hartnäckig und wird auffallend oft von anderen Trainern gestreut, die darin natürlich eine gewisse Gefahr sehen, wenn ihr eigenes Geschäftsmodell auf dem Verkaufen von 10er Karten, Beschäftigungskursen und symptomatischen Endlostrainings liegt. Aber genauso oft auch von Leuten die nie dort waren und aus einem mir, nicht ersichtlichen Grund gefrustet sind, dass sie entweder (wenn überhaupt nach Nachfragen, meißt aber nur nach Recherche in den sich immer wieder selbst-zitierten Foren) nicht die Infos erhalten, die sie gerne hätten (Stichwort; „der arbeitet ja eh mit Starkzwang und verkauft es nur gut“) oder eben leider durch Missverständnisse frustriert sind.
→ Auch da habe ich Beispiele im Bekanntenkreis (u.a. nach CANIS ausgebildete Trainer) die mit STOP gestartet sind, es abgebrochen haben, mehrere Jahre wieder konventionell ihre eigenen und andere Hunde geschult haben und letztlich gesagt haben, wenn sie ehrlich zu sich sind, können sie weder sich noch ihre Kunden in dieser vermeintlichen Sicherheit eines aufforderungsbasierten Trainings lassen und haben wieder angefangen.
Da lag der Abbruch auch in Missverständnissen und dadurch auch Misserfolgen.

So… ich hoffe, damit mal einen Abriss geben zu können. Ich mische mich normalerweise wirklich nicht mehr in Diskussionen diesbezüglich ein, allerdings kann und wollte ich einige Dinge nicht so stehen lassen, da ich es einfach unfair finde, da es weder dem Konzept, noch Kunden, noch Abbrechern, noch Philippers gerecht wird, was hier teilweise geschrieben wurde.

Ich wünsche allen, alles erdenklich Gute im Zusammenleben mit ihren Hunden.

    Juna · 11. Februar 2018 um 9:28

    Hallo Frau Berger,

    vielen Dank für die ganze Mühe, die Sie sich gemacht haben, Punkt für Punkt auf bestimmte Dinge einzugehen, die immer wieder Missverständnisse hervorrufen!!

    Leider bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie, trotzt der Neutralität, die Sie wahrten -, hier – oder anderswo – dennoch wieder Angegriffen ausgesetzt sein werden. Egal, wie neutral Sie schreiben, wie sachliche Sie zitieren. Es wird wieder solche unsäglichen Vorwürfe, wie „Sie bekommen ein Honorar von Philippers“ oder „Sie sind halt Fan“ geben.

    Ich schreibe das ganz bewusst für Sie – und mich 😉 – um die nötige Distanz wahren zu können, diese Angriffe nicht persönlich zu nehmen, bzw. in Bezug auf mich, mich fremd-zu-schämen oder mitzufühlen, wie es sich für Sie anfühlen mag.

    Erfahrung ist ein individuelles inneres Geschehen, was sich jeder Bewertung von außen entzieht. Jene, die Erfahrungen von anderen „schlecht machen“, liegt es daran, zu verletzen. Warum auch immer. Vielleicht, weil sie selbst ständig verletzt werden…

    Bitte nehmen Sie zunächst mal meinen Dank an, meine Freude darüber, dass Sie sich gegen den Strom stellen, sich möglichen Angriffen aussetzen und von Ihrer ganz persönlichen Erfahrung erzählt haben!

    Bevor der Shitstorm kommt ;))

    Und ich würde sehr gern mit Ihnen Kontakt haben, da Sie offensichtlich einen großen Charakter an Ihrer Seite haben! Und ich auch zwei „große“ Hunde habe — und nicht immer souverän bin ;))
    klararissa12@gmail.com
    würde mich freuen, wenn Sie mir schreiben!

    Mario · 11. Februar 2018 um 11:25

    Liebe Frau Berger,
    eigentlich wollt ich hier nichts mehr schreiben, aber dieser Bericht hat mich beeindruckt. In der Art wollte ich schon lange mal etwas schreiben, aber dazu braucht man Zeit und die nötige Ruhe, um auch so besonnen formulieren zu können.
    Ich würde auch gerne mit Ihnen in Kontakt treten. Auch, weil ich noch Fragen habe. (anastasini@kabelmail.de)
    Danke für diesen tollen Beitrag!

Heiko · 11. Februar 2018 um 10:25

Puh, sehr viel Text!

Ich habe soweit alles gesagt, was mir wichtig war!
Gegen diese Massen an Informationen möchte ich auch nicht mehr antworten!
Ausserdem Juna, ist es nicht Frau Berger oder du die gegen den Strom schwimmen, bei dieser Diskussion war ich derjenige der seine Meinung und seine Erfahrungen verteidigen musste!
Jetzt auch noch die Philipperjünger als Opfer darzustellen ist für mich nur ein weiterer Beweis für die unseriösität!

Frage mich auch woher ganz zufällig wieder neue Philipperfans kommen und uns so mit Informationen vollschütten!

Grüße
Heiko

    Frau Berger · 11. Februar 2018 um 11:01

    Hallo Heiko,

    da ich wie gesagt einfach hoffe, dass Leute die sich informieren wollte hier und nicht in den dubiosen Chats landen (warum habe ich ja weiter oben erläutert) würde ich gerne noch folgende Dinge klarstellen:
    1. sagte ich bereits, warum ich auf diesen Artikel (wieder) gestoßen bin. Ich wurde weder drauf hingewiesen noch „tauche“ ich auf einmal auf.
    2. Weder sehe ich hier „Fans“ oder „Jünger“ von Philippers (finde es übrigens schade, dass seine Frau so selten erwähnt wird, die mind. genauso viel mitarbeitet den Kunden zu helfen) sondern eben ganz normale, zahende Kunde (ohne Abo, versteckte Kosten o.ä.). Manche sind eben sehr überzeugt und verteidigen es, obwohl das auf emotionaler Ebene gar nicht nötig ist.
    3. Wie schon gesagt: ich fühle mich nicht als Opfer und würde mich auch nie so darstellen. Dass man nur aufgrund von teilweise unsachlich und persönlich-werdenden Diskussionen die Lust verliert, die selben Antworten zu geben (und wie man sieht bin ich weder schreibfaul noch mangelt es mir an verständlicher Sprache) ohne, dass der ggü. Es verstehen will (von nicht können=Dummheit wie gesagt ist keine Rede), hat rein gar nichts mit einer „Opferrolle“ zu tun.
    4. Habe ich mehr als einmal betont, deine Erfahrung nicht als minderwertig wahrzunehmen, sondern lediglich versucht zu erklären (und ja es braucht nun mal etwas an Erklärung) woher diese rühren können und um Lesern dieser Diskussion das Gefühl zu nehmen, es wäre irgendwas geheimnisvolles, was sich am Ende als etwas ganz anderes entpuppt zu nehmen.
    Sicherlich war der Ton von Mario etwas unangebracht: aber ich wollte in keinem Fall in diese Kerbe schießen (was eigentlich auch eher untypisch für STOP-„Anwender“ ist, da es sich eig nicht mit den Grundannahmen deckt, die man dort vermittelt bekommt). In keinster Weise wollte ich dich oder andere Kritiker angreifen (ich gehörte ja selber laaaange dazu), aber dass sollte eigentlich klar geworden sein, sondern ich denke viele Dinge waren bisher Interessenten unbekannt und es ist ja nur fair, deiner negativen, meine Bzw. Andere positive (und wie gesagt ich habe mich so sachlich wie eben möglich geäußert) gegenüber zu stellen, oder?

    Trotzdem danke für deine Beiträge ich glaube, damit können auch aussenstende sich vll nun eine etwas deutlicheres Bild machen.

Heiko · 11. Februar 2018 um 12:52

Liebe Frau Berger,
Wir waren vor ca 8 Jahren in der Hundeschule Philipper für ca 8 Einzelstunden wenn ich mich richtig erinnere!
Dann haben wir den Unterricht abgebrochen aber leider viel zu spät!
Denn durch Schütteldosentraining, Moxonleine muss. war unser Hund leider da schön völlig verängstigt, verstört und gebrochen!

Beantworten sie mir doch bitte eine Frage!
Wenn Philipper keine Schütteldosen mehr verwendet, wie haben sie ihrem Hund das Stop auf zurufen oder durch einen Pfiff denn beigebracht?
Irgendwie akustisch oder wie auch immer müssen sie ihren Hund doch beim jagen oder weglaufen erreichen!
Gruss
Heiko

    Frau Bergee · 11. Februar 2018 um 14:52

    Hallo Heiko,

    8 Jahre ist ja schon eine lange Zeit und wie ich schrieb, passen sie ständig Dinge an. Zwang über die Leine oder Schütteldosen habe ich (seit ich vor 2 1/2 Jahren gestartet) weder bei mir noch bei anderen gesehen oder anwenden müssen.
    Ihre Frage nach „wie ich den Hund erreiche wenn er Jagd oder weg läuft“ irritiert mich allerdings etwas. Aber vielleicht war die Schulung damals wirklich noch sehr anders.
    Der Hund wird ja gar nicht aktiv durch Pfiff oder „Zuruf“ (es gibt ja bei STOP gar keine Kommandos, damals aber wohl noch?) von etwas abgehalten, sondern man schult ihn immer als erstes meine Nähe (am Anfang ja ganz rudimentär über Pfiff und Richtungswechsel an der Schleppleine) zu suchen, da er sonst ineffektiv handelt und zB Wege dauernd doppelt rennen muss.
    Man orientiert sich als immer vom Hund weg (ohne sich zu verstecken) was dazu führt, dass der Hund zu Beginn ein wachsames auf uns hat, dies aber letztlich automatisiert und daher weder überlegen muss, noch angespannt ist. Es ist eben eine etablierte Regel durch Effizienz.
    Dies führt eben zu dem bekannten Satz „wer Stop kann braucht es nicht.“ Ich will damit nicht einfach etwas nachplappern, aber es trifft nun mal den Kern: wenn selbst vor dem krassesten Anreiz mein Hund etabliert hat, dass er am Ende immer zu erst meine Nähe suchen kann, braucht man ihn nicht zurück zu rufen.
    Diese Abläufe (sitzen bei langen Pfiff, kurzer Pfiff=umdrehen Bzw hinter uns her) sind dann so im Unterbewusstsein verankert und durch die Schulung der Bereitschaft des Hundes (er muss ja irgendwann nicht mehr gegen alte Kontrollmechanismen wehren) werden Aktionen nach Signal auch unhinterfragt ausgeführt.

    Wie gesagt wird für kurze Zeit (ich habe es insgesamt 4 Monate an meinem Vund angewendet und seitdem staubt es voll) der Sprüher als überprüfen (nicht als Strafe oder negativ Verstärker auf Entfernung, nach nicht Einhaltung einer Aufforderung) verwendet. Würde man dieses anstupsen (ich hatte es meinem Hund auf die Füße nicht noch oben gestellt) strafend einsetzen könnte man sich sehr schnell härtere Maßnahmen überlegen, das sich so etwas sehr schnell abnutzt. Ich kenne selbst traumatisierte auslandshunde, die nach der langen vorangegangenen Vorbereitung durch den kurzen Einsatz des Dings weder geschädigt wurden, noch so bepinkelt haben oder gar aggressiv oder panisch wurden.

    Eine Analogie aus dem Straßenverkehr: Man überlegt ja auch nicht bei jedem Bremsvorgang: man sieht die Ampel und bremst eben. Ohne abzuwägen ob man gestraft oder gelobt wird und weil man den Vorteil in Einhaltung der Regeln (Sicherheit) sieht. Würde man mit Absicht nicht bremsen würde das also eine immense Anstrengung und Vorsatz bereits etabliertes Verhalten, was ja total von Vorteil ist, zu überwinden bedeuten und sich damit zu gefährden. Genau wie wir legt der Hund aber letztlich diese ganzen destruktiven Verhaltensweisen ab. Und bevor jetzt das Argument kommt: er läuft nur nicht weg weil er Angst vor dem Sprüher hat: ich hatte vll 6 Mal die Möglichkeit überhaupt zu sprühen und mein Hund weiß ganz genau, ob der Sprüher dran war oder nicht-hätte ich ihn damit gestraft hätte er die erste Möglichkeit ohne Sprüher genutzt wieder den nächsten kleinen Fiffi auf der Hundewiese zu vermöbeln.

    Nochmal es tut mir wirklich Leid, dass sie die Erfahrung mit ihrem Hund machen mussten, allerdings scheinen sich Methoden als auch die Genauigkeit der Anleitung in den letzten Jahren sehr verändert zu haben.

    Beantwortet das ihre Frage?

    Mario · 11. Februar 2018 um 16:15

    Heiko,
    hier mal ein Videoclip zu dem von dir angefragten Thema „Jagdtrieb“. Mein Timmi war mit 2 Jahren dazu übergegangen, ständig „abzuhauen“.
    Bitte auch den Ton voll aufdrehen, denn wie man dann hören kann, hört man gar nichts! Also auch keinen Pfiff zwecks Rückruf…
    https://youtu.be/h8PuKuCm2b8

Frau Berger · 11. Februar 2018 um 14:56

*Nachtrag: ich verwendete den Sprüher etwa 1 Monat/4 Wochen. Da ist etwas durcheinander gekommen.

Heiko · 11. Februar 2018 um 18:51

Hallo zusammen,
Wir kommen irgendwie ja nicht weiter.
Kann mir auch nicht mehr vorstellen, das es sich hier noch jemand antut diese Flut an Informationen zu lesen geschweige denn nachvollziehen zu können.
Ein wenig mehr auf den Punkt gebracht wäre schon schön!!

Frau Berger auch die Methode mit der Schleppleine und dann plötzlich die Richtung zu wechseln ist mit natürlich bekannt und auch schon eine sehr alte Erziehungsmethode!
Diese wird allerdings von seriösen Hundeschulen nicht verwendet, da hierbei der Hund teilweise aus vollem Lauf gestoppt und in die andere Richtung gezogen wird! Eine wirklich für den Hund unangenehme, schmerzhafte und auch gefährliche Erziehungsmethode!
Und jetzt erklärt mir bitte nicht dass es auf die eigene Einstellung ankommt und ob man etwas, wie das Sprühhalsband, strafend oder wie auch immer einsetzt!! Das ist doch Schönreden!
Auch die Theorie des Reflexes, wie der Mensch beim Autofahren aus Reflex die Bremse bei Gefahr tritt ist mir bekannt.
Herr Philipper versucht dies bei seinem Stopp Training auf den Hund zu übertragen. Aber das Erlernen diese Reflexes ist das grosse Problem!

Mario, dass ist ja wirklich zu gnädig von dir, dass du mich als Menschen akzeptierst!
Ist mir aber ehrlich gesagt so was von egal.
Wenn ich deinen letzten Kommentar so lese bist du also vor Philipper ein ganz harter Knochen gewesen und jetzt lammfromm!
Dann freut es mich ja wirklich, dass du jemanden gefunden hast, der dir Führung in deinem Leben gibt. Ich für meine Person suche so jemanden nicht!

Gruss
HEIKO

    Frau Berger · 11. Februar 2018 um 19:39

    Lieber Heiko,

    nochmal zum Abschluss, danke, dass du dich hier beteiligt hast.
    Aber ich denke, es gibt ja wohl (der oft zitierte Vorwurf es gäbe keine Infos zu STOP, die berüchtigte „Verschwiegenheitsklausel“ etc) doch einen großen Bedarf, dass es mal Anwender beschreiben, wie es heute ist, den Hund nach STOP zu schulen.

    Und schade, dass dir auch in den 8. Stunden nicht klar geworden ist, wie groß der Unterscheid ist, wenn man die Haltung gegenüber dem Hund ändert. Denn es ist nun mal wirklich der Schlüssel dazu. Und den Schritt muss jeder Anwender selber gehen. Da halten Philippers weder Händchen, oder drängen einen dazu. Wenn man nicht selber den gednaklichen Schritt geht, klappt es nicht.

    Und nochmal zur Methodik: Ein Hund, der draußen kopflos agiert, wird auch bei jeder anderen Methode versuchen in die Leine zu preschen. Mit dem Unterschied, dass er bei Stop sehr viel schneller lernt, da er nicht städnig aufgefordert wird es zu lassen. Im übrigen kann man, so lange der Hund das exessiv testet doch auch Geschirr verwenden (kennen viele die das die ersten Wochen so gemacht haben) und als sie sich wohl gefühl haben, den Hund am Halsband geführt habn und siehe da: kein Reinspringen mehr, obowhl es vorher keinen „Schmerzreiz“ gab, da sie ein gut angepasstes Geschirr trugen.

    Und warum ist das erlernen bzw. das schärfen eines Reflexes ( ich nenne es immer mehr automatismus) ein Problem? Das Bremsbeispiel ist ja nur eine Analogie. Natürlich fährt der Hund nicht Auto. Aber auf ein Signal ein Verhalten ohne zu überlegen zu zeigen, da es durch viele wiederholungen ins Unterbewusstsein gewandert ist, ist nun wirklich kein Hexenwerk. Man braucht eben geduld und darf den Hund nicht zwingen, drängen oder gängeln.

    So ich habe mir nun wirklich versucht alle Anmerkungen zu bearbeiten. Und ich hoffe, dass du Heiko (und auch alle anderen Skeptiker) mit ihren Hunden ein entspanntes, zufriedenes, stressfreies Leben führen. Ob mit oder ohne STOP.

    Viele Grüße.

    Mario · 11. Februar 2018 um 19:44

    Mensch Heiko, was ist los mit dir? Ich schreibe hier wohlwollend und du kommst mit deinen Hasstiraden. Ganz schön heftig deine Reaktionen hier.
    Ich kann es auch einfach nicht glauben, wie verbohrt du in deiner Ansicht, deiner Meinung bist. Und trotz ausgiebiger und sachgemäßer Erklärungen von Frau Berger du nicht in der Lage bist, etwas von anderen anzunehmen. Schlimmer noch, alles völlig in Frage stellst und es als sogar Humbug deklarierst.

    Übrigends: ich habe nicht JEMANDEN gefunden, der Führung in meinem Leben gibt. Wie kommst du darauf? Nirgendwo habe ich das geschrieben. Ich habe geschrieben, seit ich durch das Konzept meine Einstellung geändert habe, verhalte ich mich anders. Ein himmelweiter Unterschied und hat nicht etwas direkt mit der Person Ulv Philipper zu tun, so wie du das hier in Verbindung bringst!
    Aber auch hier erkennt man leider wieder deinen tiefgründigen Hass auf Ulv Philipper. Sehr schade!

Heiko · 12. Februar 2018 um 9:50

Hallo Mario,
mit mir ist alles OK.
Du schreibst nicht wohlwollend, du schreibst und möchtest meine Zustimmung zu deinen Kommentaren und wenn du diese nicht bekommst fühlst du dich von mir ganz doll ungerecht behandelt!!
Was soll ich denn auf so einen Mist antworten, wenn du mir schreibst, dass du mich als Menschen akzeptierst?!
Kann man einen Menschen nicht als Mensch akzeptieren???

Sehr schade finde ich, dass sich alle anderen mittlerweile aus der Diskussion heraushalten.
Kann es aber auch irgendwie verstehen, ich muss mich ja selber auch zwingen diese endlosen Berichte durchzulesen!!

Frau Berger, vielleicht habe ich es in einem ihrer Berichte überlesen aber mir fehlt immer noch eine Antwort, wie sie ihren Hund dazu bekommen haben sich zu setzen!! Also das Stopp trainiert haben!!
Wenn ich sie richtig verstanden habe gibt es ja mittlerweile keinen Befehl mehr sondern der Hund setzt sich von alleine hin!!

Bitte einmal um eine relativ kurze, präzise Antwort, wie trainiert wurde, dass der Hund Sitz macht!!!
Gerne auch von Mario!!

Danke!

Gruß
Heiko

    Frau Berger · 12. Februar 2018 um 11:21

    Hallo Heiko,

    die Kurzform (und für alle Leser; bitte nicht einfach ohne theoretischen Background durchführen und sich dann wundern wenn es nicht so funktioniert) ist langer Pfiff,stehen, Leine LOCKER (kein nach oben ziehen, würgen etc) vor der Brust/Bauch halten und eben laaaange warten.

    Auch da fällt mir wieder auf, dass sie eben konventionelle Beschreibungen wählen „Dass der Hund sitzt macht“–> das ist es eben nicht. Ein Hund setzt sich hunderte Male am Tag ohne, dass man es ihm sagen muss, man etabliert (bzw. konditioniert) es eben innerhalb eines Rahmens nach Signal als beste Lösung.
    Kommt er drauf, sagen wir ihm natürlich wie klasse das ist. Eigene Idee sehen vs. Bestätigung einer Aufforderung.
    Genauso hat es Ulv übrigens auch schon mal in Interviews erklärt und ich denke die Anleitung hat sich auch nicht wesentlich die letzten Jahre geändert, außer dass neuen Kunden noch viel deutlicher gemacht wurden, dass man in keinem Fall körperlich auf den Hund einwirken soll oder ihn Bestechen oder Auffordern muss, dass er ein Verhalten zeigt.

    Mario · 12. Februar 2018 um 18:00

    Zitat: >>Du schreibst nicht wohlwollend, du schreibst und möchtest meine Zustimmung zu deinen Kommentaren und wenn du diese nicht bekommst fühlst du dich von mir ganz doll ungerecht behandelt!!< < Da täuscht du dich leider gewaltig, Heiko! Wieso soll ich deine Zustimmung haben wollen? Was hätte ich davon? Ich brauche die nicht, denn ich bin ohne jegliche Zustimmung von meiner Einstellung überzeugt. Das braucht mir keiner bestätigen. Ungerecht behandelt? Nee. Ich empfinde es einfach als respektlos, wie du mir Dinge an den Kopf wirfst. Auch wie du verbal mit anderen Menschen umgehst, die titulierst, wie z.B. bei Ulv Philipper. Zitat: >>Was soll ich denn auf so einen Mist antworten, wenn du mir schreibst, dass du mich als Menschen akzeptierst?! < < 1. Habe ich nicht DIR geschrieben. 2. Deswegen brauchtest du auch nicht darauf antworten. Zitat: >>Kann man einen Menschen nicht als Mensch akzeptieren???< < Ja, solche Leute gibt es, die so eine krasse Ansicht haben und einen als nicht vollwertig anerkennen. Zitat: >>Sehr schade finde ich, dass sich alle anderen mittlerweile aus der Diskussion heraushalten.
    Kann es aber auch irgendwie verstehen, ich muss mich ja selber auch zwingen diese endlosen Berichte durchzulesen!!< < Heiko, bist du nicht vielleicht auf die Idee gekommen, dass es eventuell an dir liegen könnte, dass keiner mehr Lust auf die Diskussion hat? Das liegt garantiert nicht an dem hervorragenden Bericht von Frau Berger. >>„…ich muss mich ja selber auch zwingen diese endlosen Berichte durchzulesen!!“<<, wenn ich das lese, dann muss ich unweigerlich denken, dass du kein wirkliches Interesse hast, das Konzept zu verstehen! Wenn man keine Geduld zu einem wichtigen Thema aufbringen und die „langen“ Berichte nicht lesen kann/will und man dann aber immer und immer wieder die gleiche Reaktion von dir hier liest, dann kann ich schon verstehen, dass man sich zurückzieht. Wer will denn immer wieder antworten und es passiert auf der Gegenseite nichts? Dieser „lange“ Bericht enthält eigentlich so ziemlich alles, um verstehen zu lernen, was man mit dem Konzept erreichen will, bzw. erreicht. Frau Berger bewundere ich, denn sie versucht es tatsächlich immer noch, dir das verständlich zu machen. Aber irgendwie prallt das leider an dir ab.

Heiko · 12. Februar 2018 um 12:32

Hallo Frau Berger,
da schein sich ja wirklich einiges an den Bausteinen zur Erziehung geändert zu haben!
Hier einmal ein original Zitat aus einer Email von damals von der Hundeschule Philipper:
In einem überraschenden Moment setzen wir den langen
Pfiff und werfen fast zeitgleich die Schütteldose. Der
Vorgang wird so lange wiederholt bis sich Bolle
setzt./legt. Anschließend lösen wir auf, nehmen ihn an
der Leine und gehen zum Ausgangspunkt zurück. Dann
warten bis er sich setzt, lassen die Leine fallen und
geben erneut den langen Pfiff und lösen auf.
Anschließend erfolgt das Lob.

Unsere Bedenken waren damals (auch dies wieder ein Original)
Hallo Frau Philipper,
nachdem ich mir heute abend die Pfeife ungehangen habe um die Übung mit Bolle
zu machen saß unser Hund nur
noch zitternd unterm Tisch.
Nachdem es
mir dann irgendwann doch noch gelungen ist die Übung durchzuführen hat Bolle
sich, während der Übung, schnell in seine Box verkrochen wieder uriniert
und zitternd und vor allem vor mir sehr ängstlich dagesessen.
Eine
Viertelstunde nach der Übung wollte ich Bolle ein Leckerchen geben, was er
aber nicht angenommen hat.

Wir sind ein wenig verunsichert, ob Bolle den
Sinn der Übung versteht, da er einfach nur panisch vor den Schütteldosen
wegläuft anstatt sich hinzusetzen.
Für eine kurze Rückinfo wären wir
dankbar!

Antwort von Philipper hierzu:
Ich habe
Ihnen doch unsere Beschreibung geschickt, in der wir
ja gerade darauf hinweisen, dass Hunde das Mittel Angstverhalten nutzen, um den Halter von der Übung
abzubringen. Sie sollten ihm nach der Übung kein Leckerchen anbieten, damit
untergraben Sie Ihren Führungsanspruch. Frau
Athens hatte ja nachdem Sie mit ihr die Übung durchgearbeitet haben, extra nochmal auf das scheinbare Angstverhalten
hingewiesen. Es ist sehr wichtig, sich nicht darauf einzulassen und den Hund
zuschauen zu lassen und nicht aus einer Rückzugsmöglichkeit herauszulocken. Das
Verhalten löst sich wieder auf und weicht einer großen Sicherheit,
wenn Sie sich souverän verhalten und ihn ausprobieren lassen.

Vielleicht versteht man mich nun ein besser!!!

Gruß
Heiko

    Frau Berger · 12. Februar 2018 um 15:10

    Hallo Heiko,

    leider finde ich es etwas bedenklich (auch wenn ich nicht erkenne, dass etwas an dem Schriftwechsel manipuliert sein könnte) so etwas öffentlich zu machen, ohne dass sich die andere Partei (egal um was es geht) dazu auch äußern könnte.

    Da es nun mal hier steht, würde ich den Lesern gerne erklären, warum es wohl bei euch zu so gravierenden Missverständnissen kam, die Phlippers (vll auch aus den Erfahrungen mit euch?) unter allen Umständen vermeiden wollen und darum viele Dinge angepasst haben.

    1. Gibt es die Vorlage (schon gar nicht zu Beginn) überhaupt nicht mehr. Der Hund wird, wie ich es ja beschrieben haben, völlig entspannt geschult. Ob er es zu Beginn so toll findet, dass man einfach nur mit ihm an lockerer Leine irgendwo rumsteht, wo es zuvor doch dauernd Aufmerksamkeit, Halli Galli und dauernde Bestätigung für blöde Ideen gab, sei mal dahin gestellt und da äußert sich Protest auch ganz individuell).

    Als kleiner Zwischeneinwurf: ich will dir deine Worte hiermit nicht im Mund umdrehen oder deiner Wahrnehmung absprechen, aber ich erkenne alleine an dem was du hier und in den anderen Beiträgen geschrieben hast, dass du ein paar Dinge ganz anders aufgefasst hast als es bei mir bzw. bei anderen, die STOP praktizieren, angekommen ist und vermittelt wurde und dass darin wahrscheinlich das Problem und letztlich auch deine Trauer und dein Frust begraben liegt.

    2. Frage ich mich, warum du deinen Hund versucht hast unterm Tisch hervor zu holen? Wenn mein Hund so wenig Eigeninitiative zeigt, etwas mit mir zu unternehmen bzw. es immer nur unter seinen Bedingungen statt findet, ist bei STOP eigentlich die Devise sich komplett zurück zu ziehen. Besonders wenn man ansonsten in die Position desjenigen kommt, der etwas unbedingt vom Hund möchte.
    (In den vier Wochen als wir mit den Sprüher „angewendet“ haben, hat mein Hund fast einen Salto vor Freude gemacht, wenn ich ihm den angelegt habe, weil es für ihn hieß, dass er was tolles zeigen und dafür super viel Anerkennung von mir einstreichen kann: ein Verhalten, dass ich von vielen Hunden in diesem Zusammenhang kenne – gleiches geschehen (bis heute eigentlich, sobald ich die Pfeife, die ich fast nie benutze) umhänge)

    Und der Erfolg aller Vorlagen (und ich denke das war damals schon so) hängt nicht von der strikten Durchsetzung in einem eng gesteckten Zeitfenster ab, sondern dass man es einfach macht, wenn einem danach ist. Eben einfach handelt.
    Das muss ja bei bei euch mit massivstem „Wollen“ und Druck von deiner/eurer Seite aus gegangen sein und ich kann mir schlecht vorstellen, dass Philippers damals irgendwas in die Richtung empfohlen haben eine „Übung“ auf Teufel komm raus „durchzusetzen“. Als Beispiel habe ich mit meinem Hund mal eine Zeitlang gar nichts gemacht (außer natürlich rausgehen und füttern), wenn er meinte sich nicht einbringen zu müssen und keine Lust hat meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Das brachte (ohne aggressives „ignorieren“, Strafe, Belohnung, Animation) in meinem intakten Rüden, der sonst nur auf dem Boden hing und an läufigen Hündinnen interessiert war eine ganz neue Seite zum Vorschein, da er merkte, dass ich ohne sein positives zu tun, auf einmal das Interesse an ihm verloren hatte.
    Biedert man sich aber dem Hund an (negativ mit dem „Abverlangen einer Übung“ oder auch positiv, wie von dir versucht danach ein „Leckerli“ zu geben) relativiert man ja total, dass es in seiner Hand liegt auf eigene Ideen zu kommen. War das damals anders?

Juna · 12. Februar 2018 um 22:44

Also ich kann folgendes Beisteuern:

– Ich habe die Schulung 2008 begonnen

– wir haben die Dosen genutzt

– die Vorlagen waren genau die gleichen, wie oben beschrieben.

– Unser Hund hat damals auch sehr stark vermeintliches Angstverhalten gezeigt.

– Am zweiten Tag hat sich alles aufgelöst: der Hund hatte ausprobiert, was er ausprobieren wollte, festgestellt, dass sein Verhalten nichts an meinem Verhalten ändert und hat einfach aufgehört Angstverhalten zu zeigen. [Allerdings kannte ich „diese Nummer“ von ihm auch schon und war auch deshalb recht unberührt davon. Er hat das sehr gezielt eingesetzt: die Leute haben natürlich auf sein Zittern sehr schnell und erschrocken reagiert – und er hatte damit dann die volle Aufmerksamkeit aller auf sich gezogen ;)]

– Aber ich glaube schon, dass es bei einem Welpen emotional sehr viel schwieriger ist, sich von dem Angstverhalten nicht irritieren zu lassen!

Heiko · 13. Februar 2018 um 7:13

Hallo Frau Berger,
hallo Juna,

warum könnt ihr denn nicht einmal etwas hinnehmen so wie es nun mal tatsächlich war???
Unser Bolle ist ein sehr ängstlicher Hund mit sehr wenig Selbstbewustsein gewesen.
Gerade diese Übungen mit den Schütteldosen hat unseren Hund völlig verunsichert und verängstigt!!
Nur weil Euch die Philippers erzählen, dass der Hund sein zittern, verkriechen und vor Angst urinieren Euch nur vorspielt muss das noch lange nicht der Wahrheit entsprechen!
Macht ihr Euch denn selber wirklich gar keine Gedanken mehr und lasst Euch alles von Philipper erklären und vorpredigen??
Es ist aber auch egal welche Kritik man übt und genau so war es damals in Philippers Unterricht auch alles wird irgendwie weggeredet aber auch wirklich alles!!
So unfehlbar kann gar kein Mensch sein!!!

Frau Berger die Stopp Übung die sie oben erklären ist doch eine ganz klassische Übung!!
Ich erkenne absolut nicht was daran neu oder anders sein soll!!

Bitte seid jetzt mal wirklich ehrlich zu Euch selber!!

Als erstes gibt es einen langen Pfiff! Das ist der Befehl SITZ! (egal welches Signal ich gebe der Hund versteht eh nur Bahnhof)
Dann wird gewartet das der Hund von selber darauf kommt sich zu setzen. Nichts anderes passiert, wenn ich dem Hund sitz befehle!!
Wenn er sich dann setzt bekommt er ein Lob, also eine positive Bestärkung! Ein Lob ist ja im Prinzip nichts anderes, wie ein Leckerchen!!
Was bitteschön soll an dieser Erziehungsmethode anders sein???

Ich glaube und gönne euch ja eure Erfolge mit euren Hunden.
Ich bin aber auch der festen Überzeugung das Grundprinzip des Philipper Trainings ist es den Willen des Hundes zu brechen! Danach ist er auf seinen Halter völlig fixiert und funktioniert halt.
Manche Hunde macht dieses Willen brechen aber auch kaputt, wie es bei unserem Hund Bolle der Fall war!
Obwohl ich mehrmals die Hundeschule Philipper darauf hingewiesen haben wurde nicht darauf eingegangen.
Mittlerweile weiß ich auch warum!
Es gibt bei Philipper keine Alternativmethode!
Ganz nach dem Motto entweder Hund und Halter kommen mit unserem Training zurecht oder sie haben Pech gehabt!!!

Gruß
Heiko

Juna · 13. Februar 2018 um 8:02

also für mich sieht es hier jetzt so aus, dass sich jeder Interessierte an dem STOPP-Kontzept ein klares Bild machen und seine Schlüsse ziehen kann.

Auch von Heikos Einlassungen kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Er stellt sich ja sehr klar und deutlich vor in Person und Denkweise.

Ciao,
wünsche euch allen viele gute Tage mit tollen hündischen Begleitern!
Juna

heiko · 13. Februar 2018 um 13:47

Hallo zusammen,
hallo Mario, maranx
schaut bitte mal auf folgender Seite!
https://www.hundeforum.com/threads/ulv-philipper-stop-training.29202/page-11
Dort nennt sich Mario maranx und schreibt genauso bissig und sehr werbewirksam wie auch hier!!

Des Weiteren gibt es dort mehrere Videos von seinem kleinen Timmi!!
Dort wird allerdings auch entlarvt, dass sein Timmi ein Sprüh – oder Elektrohalsband trägt, während seiner Stoppübungen!!!
Als die anderen Chatteilnehmer Mario danach fragen gibt er natürlich keine Antwort darauf!!

Mensch Mario da hätten sich die Philippers aber wenigstens jemand schlaueren für ihre Werbetätigkeiten suchen sollen!!

Haha, so schnell fliegt man auf!!!!

LG
Heiko

    Mario · 13. Februar 2018 um 14:34

    So liebe Leute,
    das was Heiko hier jetzt von sich gibt, ist ja total entlarvend. Ich habe es schon immer gesagt, dass er rein gar nichts von dem Konzept kapiert hat. 8 Stunden Philipper und null, aber wirklich null hat er verstanden!!! Er will es ja auch gar nicht! Er beschreibt hier Dinge die voll aus der klassischen Erziehungsmethodik entstammen und stellt die gleich mit dem Vorgehen bei Ulvs Konzept. Das bedeutet, er hat nicht begriffen, dass eine andere Einstellung erforderlich ist!! Was für eine fatale Einstellung!!! Auch die Emailgeschichte mit Philippers deute ich völlig anders als er! Was er da schrieb hat mich richtig erschreckt, denn er hat sich nicht an die Angaben von Ulv gehalten. Wie auch, wenn er es nicht begriffen hat und das mit der klassischen Erziehung vermischt hat. Mich wundert es JETZT erst recht nicht, dass es mit seinem Hund da total in die Hose gegangen ist. Konnte ja gar nicht gelingen. Ob Schütteldose und alles andere, was er hier aufgeführt hat oder nicht! Das ist nicht das Relevante. Die veränderte Einstellung, die das Konzept zur Durchführung erfordert ist einfach komplett nicht da!
    Und durch seinen Frust ist er hier nur auf Streit aus, mehr nicht. Seinen Bemühungen, mich hier vorzuführen sind auch einfach lächerlich. Daran kann man sehen, wie gehässig er nur auf Streit aus ist. Ich habe in dem Forum schon viel früher aufgehört weiter zu posten und Antworten zu geben, weil dort mehrere Leute seiner Art Randale gemacht haben. Ganz einfach. Ich kann zu allem eine Erklärung abgeben. Obwohl – es steht eigentlich schon alles oben in Frau Bergers Bericht.

    Sorry Heiko, aber hier endet unser Kontakt. Das muss ich mir und die anderen sich echt nicht antun.
    An alle anderen Interessierten nochmals das Angebot: schreibt mich an, wenn ihr einen korrekten Bericht und einen sachliche Austausch haben wollt.

    Frau Berger · 13. Februar 2018 um 20:59

    Ich hatte wirklich nochmal vor eine lange Erörterung zu schreiben.
    Aber eigentlich wurde alles gesagt.

    Sowohl zu der Richtigstellung von verwendeten Hilfsmitteln als auch der Unterschied zu konventioneller Schulung und der entstehnden Diskrepanz, versucht man ohne die veränderte Einstellung ggü. dem Hund bestimmte Dinge mit Druck und Zwang versucht anzuwenden.

    Da ich wirklich versucht habe immer auf Heikos Punkte völlig sachlich einzugehen (sogar den Zusammenhang des Sprühers habe ich erläutert, der oft fälschlicherweise als Stromhalsband aufgeführt wird—> und nun wirfst du Mario abermals eine bezahlte Tätigkeit, als auch vor, in einem alten Chat, auf einer ganz anderen Seite genau darauf nicht mehr eingegangen zu sein: da er wahrscheinlich einfach keine Lust auf diese Diskussion voller Missverständnisse hatte), mir niemand vorwerfen kann ich hätte mich keiner Diskussion gestellt (gemäß des immer wiederkehrenden Vorwurfs, man erführe ja nichts über STOP, da Anwender nicht reden dürfen….) , du aber alles Geschriebene als „gebrain-washten“ (bezahlten) Humbug abtust, wiederum aber auf keine meiner thematischen Hinweise oder Gegenfragen eingehst (wenn man u.a. auf Plattitüden mit Erörterungen antwortet), ist diese Runde nun für mich beendet.

Heiko · 13. Februar 2018 um 14:56

Lieber Mario,
ich glaube das ist jetzt in diesem Chat das 3 Mal, dass du den Kontakt beenden möchtest, schaffst es aber irgendwie nicht!

Was bitteschön hat denn meine Einstellung damit zu tun, wenn ich die Trainingsbeschreibung von Philipper durchführe???
Kann dein Hund Gedanken lesen?
Also meiner leider noch nicht!!

An alle Anderen:
Bitte lasst Euch nicht von Mario bequatschen, irgendwas stimmt nicht mit Ihm.
Wer eine Hundeschule so in den Himmel lobt und als Gegenargument immer nur sagen kann, dass man das Konzept nicht verstanden hat ist doch schon sehr verdächtig!!

Mario wird aber denke ich mal schon seine Gründe haben, dass er sich als Lebensaufgabe gemacht hat die Hundeschule Philipper gegen jegliche negativen Erfahrungen zu verteidigen!!

LG
Heiko

Heiko · 14. Februar 2018 um 7:05

Hallo Frau Berger,

ihre und besonders Marios oftmals sehr wiedersprüchlichen Aussagen haben mich in meiner Meinung nochmals verstärkt!!

Als kleine Zusammenfassung:
Hundeschule Philipper trainiert nach einem ganz neuen Konzept!?
Dies neue Konzept habe ich allerdings nicht erkannt!!
Benutzt dafür aber althergebrachte Erziehungsmethoden und sehr fragwürdige Hilfen, wie Sprühhalsbänder, Schütteldosen, Moxonleinen usw.
Diese Hilfsmittel werden allerdings nicht strafend eingesetzt sondern nur zur Kontrolle und haben somit für die Hunde keine negativen Folgen!!?
und als letzten Punkt, wenn man Mitglied der Sekte Philipper ist muss man die Hundeschule gegen jegliche Kritiker mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen!!

Allen eine schöne Restwoche!

Gruß
Heiko

pedi Matthies · 16. Februar 2018 um 11:09

Liebe Diskussionsrunde,

wow! Ihr habt es Euch ja richtig gegeben hier. Ehrlich, ich habe nicht mehr alles gelesen, sondern nur überflogen.
Ob der Herr Philipper nun ein Guru ist, oder nicht kann ich nicht sagen. Seine Stop-Methode wollte ich lernen, bin aber daran gescheitert, weil ich das GEFÜHL hatte, ich manipuliere meinen Hund. Meine Locke hat mich auch immer echt komisch angeschaut, wenn wir die Leinen/Sitz-Übung gemacht haben.
Seit ein paar Monaten üben wir einen klassischen, äusserst positiv aufgebauten Pfiff und der klappt BOMBE!!! Gerade gestern die Hunde aus der Verfolgung eines Vogelschwarms herausgepfiffen. Wie eine Eins!
Der Philipper hat ein paar gute Grundsätze – die Bedürfnisgleichheit – aber was daraus gemacht wird treibt schon komische Blüten.

Ich wünschte mir, dass hier jetzt alles mal ganz entspannt durchatmen und jedem seine Wahrheit lassen. Geht lieber raus mit euren Hunden anstatt hier so viel zu schreiben.

Ganz herzlich,
eure pedi

Kommentare sind geschlossen.