Hintergrund

Wieso noch Halsbänder und Geschirre entwickeln, obwohl es schon so viele auf dem Markt gibt?

Es gibt viele tolle Marken, die richtig gutes Hunde-Equipment machen, keine Frage, warum also NOCH eine Marke auf den Markt bringen?

Wir wollten mit den HundeNerd-Produkten noch ein paar Schritte weiter gehen, tiefer in die Materie einsteigen, „nerdiger“ sein und in erster Linie den Hund glücklich machen, bei der Produktion auf das Wohl aller Beteiligten achten, und der Umwelt keinen Schaden zufügen.

Wie wirkt sich das „nerdige“ aus?

Es gibt z.B. echt schicke Halsbänder auf dem Markt, aus elegantem Tauwerk, feinen Materialien, mit Applikationen und Schmuckelementen. Diese Halsbänder könnten beim Fotoshooting für die Vogue die Modellhunde schmücken. Wir haben uns aber gefragt: was tut dem Hund gut? Soweit wir das verstanden haben, ist den Hunden egal, welche Farbe das Halsband hat, das ist eigentlich, wenn wir ganz ehrlich sind, nur eine Frage, die Frauchen beschäftigt. Wahrscheinlich wollen Hunde ihr Halsband gar nicht spüren. Genau so wenig, wie sie vom Geschirr Scheuer- oder Druckstellen bekommen wollen.

Wir haben uns also in die Hunde hinein gedacht, wir haben überlegt wie sie sich fühlen, in unserer Menschenwelt und wie wir es hinkriegen, dass es ihnen gut geht. „Dogs first“ sozugagen…

Unter dieser Prämisse haben wir die Produkte entworfen. Wir haben Halsband und Geschirr nochmal neu gedacht und alles was wir dachten darüber zu wissen, hinterfragt. Die Anatomie der Hunde war unser Konstrukteur und der Bewegungsablauf unser Designer. Wir haben überlegt, wie die Auswirkungen unserer Handlungen, wie z.B. an der Leine ziehen, beim Hund ankommen und wie diese einwirkenden Kräfte so verteilt werden, dass der Hund damit gut zurecht kommt. Deshalb ist bei dem HundeNerd-Halsband so ein breites Polster gegenüber dem Anleinring.

Macht doch mal den Selbsttest: drückt erst die Handkante gegen euren Kehlkopf und dann die flache Hand – mehr brauchen wir dazu nicht sagen, oder?

Beim Geschirr haben wir überlegt, wie könnte es sich anfühlen, den ganzen Tag damit herumzulaufen? Wenn ihr euch vorstellt, wie es ist, eine zu enge Hose anzuhaben, oder einen schlecht sitzenden BH, wisst ihr was mir meinen?

Wie die Leine beschaffen ist, ist dem Hund eigentlich egal, am liebsten hätte er gar keine… Nun ist die Leine aber wie eine Nabelschnur von uns Menschen zum Hund und stellt somit einen hohen Wert dar. Die Leine halten wir in der Hand, und ob wir das gerne tun, oder eben nicht, hängt von der Haptik des Materials ab. Die weiche HundeNerd-Leine liegt gut in der Hand und lässt sich vielfältig einsetzen. Die Karabiner sind extrem hochwertig und robust. Eine Anschaffung für ein ganzes Hundeleben.

Mit den HundeNerd-Produkten wollen wir Equipment bereitstellen, womit sich euer Hund kommod, also komfortabel und wohl fühlt. Leder verwenden wir nicht, da wir alle Tiere lieben, nicht nur Hunde. Genäht werden die Produkte teils in Vietnam, teils im Allgäu. Die Produktion in Vietnam ist FAIRWEAR zertifiziert und wir arbeiten daran, CO2 neutral zu werden, also den Transport von Vietnam hierher durch Unterstützung diverser Klimaprojekte zu neutralisieren. Die Materialien selbst sind BLUESIGN zertifiziert, ihr könnt euch also darauf verlassen, dass die Polster und Gurtbänder so umweltschonend wie derzeit möglich hergestellt wurden.

kurzum: ANATOMISCH. LOGISCH. KOMMOD.

Produkte für Menschen die sich Gedanken darüber machen, was sie kaufen und für Hunde, die ihren Menschen artgerecht begleiten.

Und wie kommt man überhaupt auf die Idee Hunde-Equipment zu entwickeln?

Hunde aller Art üben seit jeher eine große Anziehungskraft auf mich aus. Mit den zwei Schäferhunden meines Vaters, „Rex“ und „Zarto“, habe ich laufen gelernt – am Fell hochgezogen und los ging es. Mit dem Pudelmädchen „Elfie“ teilte ich meine Kindheit. Wenn ich, während des Studiums nach Hause kam, war die Wiedersehensfreude mit „Fee“, auch wieder ein Pudel, riesig. Ich konnte kaum an Hunden, die ich auf der Straße sah, Kontakt- oder kommentarlos vorbeigehen…

Aber, erst, als ich nach einem Geschirr für meinen ersten eigenen Hund, eine ausgemusterte Renn-Greyhound-Dame, gesucht habe, wurde mir klar, dass es in Punkto “Hund anleinen” einige unschlüssige Punkte gab.

Das Halsband ist nötig, wenn auch nur um eine Marke oder eine Identifizierung anzubringen. Wenn lebhafte Hunde “ins Halsband rennen”, können ernsthafte Verletzungen entstehen. So lernen die Hunde, dass wenn die Leine am Halsband befestigt ist, sie sich ruhig und vorsichtig verhalten. Dieser Lernprozess allerdings kann dauern. So bin ich beim Thema Führgeschirr, bzw. Brustgeschirr angekommen.

Mit der Zeit habe ich bei meinen und anderen Hunden festgestellt, dass viele Geschirre wirklich unbequem sind und dem Hund Stress beim Tragen verursachen; z.b. sind bei vielen Geschirren große Steckverschlüsse auf den empfindlichen Rippen angebracht und verhindern somit ein entspanntes Liegen auf der Seite. Oder die Bauchgurte sind viel zu dicht an den Vorderbeinen und scheuern beim Laufen. Manche Geschirre saugen sich voll mit Wasser wenn der Hund schwimmt, oder schlimmer noch, sie weiten sich aus, wenn sie nass sind. Die meisten Geschirre lassen sich einfach über den Kopf abstreifen und bieten keinen sicheren Halt. Kurzum: viel Potential zur Verbesserung….

Als hundeverrückter Mensch, der sich wahrscheinlich zu viele Gedanken macht, lag es irgendwie auf der Hand das Thema „Halsungen“ neu zu betrachten. Durch ein paar schicksalsweisende Zufälle und Menschen die eine fixe Idee verstehen und an mich glauben, gibt es nun die Marke HundeNerd und Produkte die einen hohen Anspruch haben.

So fühlte ich mich wohl: mit meiner kleinen Schwester und unserem Hund „Elfie“.

Endlich der erste eigene Hund: „Sarah´s Rocket“ (*1995-+2008) – eine Ex-Racing Greyhound aus England.